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So funktionieren die Tischregeln

Deine Tischregeln

Schau auf das Schild am Tisch oder in die Hausregeln der Spielbank und stell hier ein, was dort steht. Regeln, Tabelle und Rechner auf allen Seiten folgen dann diesen Tischregeln. Gespeichert wird nur in deinem Browser.

Blackjack Verdoppeln: wann Double Down deinen Einsatz wert ist

Deine ersten zwei Karten sind eine 7 und eine 4, der Dealer zeigt eine 6, und du schiebst einen zweiten Einsatz neben den ersten. Das ist Verdoppeln beim Blackjack, am Tisch oft Double Down genannt: doppelter Einsatz, genau eine weitere Karte. Welche Hände dein Tisch dafür zulässt und gegen welche Dealerkarte es sich rechnet, regeln die sechs Abschnitte unten.

Stand:

Regel 1 · Was beim Verdoppeln passiert

1.1

Der Zug. Du legst einen zweiten Einsatz in derselben Höhe wie der erste in deine Box und sagst den Zug an. Der Dealer gibt dir genau eine Karte, danach ist deine Hand fertig, selbst wenn sie nur 12 zählt. Gewinnst du, bekommst du beide Einsätze 1 zu 1 ausgezahlt. Verlierst du, sind beide weg.

1.2

Nur mit den ersten zwei Karten. Verdoppeln ist immer deine erste Entscheidung. Hast du einmal gezogen, ist die Gelegenheit vorbei, auch wenn deine drei Karten zusammen 11 ergeben. Die Spielbanken Bayern schreiben es so knapp wie alle anderen: Wer verdoppelt, „erhält aber nur noch eine Karte“.

gegen
Harte 11 gegen 6 die Hand, auf die jede Verdoppel-Regel zugeschnitten ist
1.3

Warum eine Karte reicht. Von den 13 Kartenrängen zählen vier den Wert 10: die Zehn, der Bube, die Dame und der König. Fast jede dritte Karte im Schuh macht aus einer 11 eine 21 und aus einer 10 eine 20. Der Dealer dagegen muss mit einer schwachen offenen Karte weiterziehen und überkauft sich dabei oft, bei 6 Decks mit einer 6 in 42,3 % der Runden, mit einer 5 in 41,8 %. Du legst also genau dann mehr Geld hin, wenn du vorn liegst.

1.4

Kein Blackjack als 11. Ass und Zehnerkarte als erste zwei Karten sind ein Blackjack und werden als solcher gewertet. Niemand verdoppelt sie als weiche 11. Die Spielregeln der Brandenburgischen Spielbanken halten es trotzdem eigens fest: „Ein Black Jack kann nicht als 11 gewertet werden.“

Regelfall Fall 30

Du spielst in Wiesbaden schon mit dem Tischmaximum, hast 10 gegen eine 5 und willst verdoppeln. Der Croupier zögert, weil der doppelte Einsatz über dem Limit läge.

Entscheidung

Du darfst. Die Spielregeln der Spielbank Wiesbaden erlauben das Verdoppeln ausdrücklich, „auch wenn bereits das Boxen-Maximum gesetzt ist“. Gleichartige Klauseln stehen in den Regeln von CASINO SH, der Spielbank Bad Dürkheim und der Brandenburgischen Spielbanken, und Hamburg schreibt: „Auch wenn dieser bereits das Maximum erreicht hat.“ Wo ein Regeltext dazu schweigt, entscheidet das Haus. Dann fragst du vor der Runde, nicht mit der Hand auf dem Tisch.

Regel 2 · Auf welche Hände du verdoppeln darfst

2.1

Drei Fassungen. Tische unterscheiden sich darin, welche Startsummen verdoppelt werden dürfen: jede Hand aus zwei Karten, nur 9, 10 und 11 oder nur 10 und 11. An deinem Tisch ist die Regel 9 bis 11 eingestellt, du verdoppelst nur harte Summen von 9, 10 oder 11.

2.2

Deutsche Spielbanken. Von den 40 deutschen Spielbanken, deren Regeltext für Black Jack veröffentlicht ist, beschränken 27 das Verdoppeln auf 9 bis 11. Vier weitere Häuser in Nordrhein-Westfalen nennen denselben Wert, allerdings nur in einer älteren, undatierten WestSpiel-Broschüre. Die Ausnahme ist die Spielbank Hamburg im Casino Esplanade: „Nachdem Sie Ihre ersten zwei Karten erhalten haben, können Sie Ihren Einsatz verdoppeln.“ Eine Grenze nach Kartensumme nennt sie nicht. Acht Häuser sagen gar nichts dazu.

2.3

Die Namen. In der englischsprachigen Literatur heißt die Beschränkung auf 9 bis 11 „Reno rule“, die auf 10 und 11 gilt als europäische Regel. Die deutschen Häuser spielen damit mehrheitlich die Reno-Fassung, obwohl sie die Karten europäisch austeilen, ohne verdeckte zweite Karte für den Dealer.

2.4

Nur harte Summen. Unsere Tabellen lesen „9 bis 11“ streng: Gemeint sind harte Summen, also Hände ohne ein Ass, das als 11 zählt. Weiche Hände werden an solchen Tischen nicht verdoppelt. Die meisten Regeltexte der Spielbanken nennen nur die Punktwerte und sagen zu weichen Händen nichts. Eine Ausnahme machen die Brandenburgischen Spielbanken: Ass und 8 darfst du dort verdoppeln, wenn du das Ass mit dem Wert 1 festlegst, die Hand also als harte 9 spielst. Rechnerisch lohnt das nicht, denn gegen eine 6 bringt die stehende weiche 19 mehr als eine verdoppelte 9. Für die Strategie hängt an der strengen Lesart ohnehin wenig: Ass-8 und Ass-9 verdoppelst du bei stehendem Dealer auf 17 und mehr als einem Deck sowieso nicht.

2.5

Was die Beschränkung kostet. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17, Verdoppeln nach dem Split erlaubt und ohne verdeckte Dealerkarte ergibt einen Hausvorteil von 0,52 %, wenn jede Hand verdoppelt werden darf. Bei 9 bis 11 sind es 0,61 %, bei 10 und 11 schon 0,71 %. Jede Stufe kostet dich rund einen Zehntelprozentpunkt. Bei 10 € Einsatz ist das ungefähr ein Cent pro Hand, über 300 Hände an einem Abend rund 3 €, allein wegen des Tischschilds.

Regel 3 · Welche Hand gegen welche Dealerkarte

3.1

Die Tabelle folgt deinem Tisch. Die Felder unten sind für die Tischregeln berechnet, die oben unter „Deine Tischregeln“ eingestellt sind. Weil dein Tisch nur harte 9 bis 11 zulässt, stehen bei den weichen Händen nur Z und S: Dort darfst du nicht verdoppeln, die Tabelle zeigt gleich den Ersatzzug.

Ausschnitt: harte 9 bis 11 und weiche Hände
Deine Hand2345678910A
Harte Hände
9 ZVVVVZZZZZ
10 VVVVVVVVZZ
11 VVVVVVVVZZ
Weiche Hände (mit Ass)
A + 2 ZZZZZZZZZZ
A + 3 ZZZZZZZZZZ
A + 4 ZZZZZZZZZZ
A + 5 ZZZZZZZZZZ
A + 6 ZZZZZZZZZZ
A + 7 SSSSSSSZZZ
A + 8 SSSSSSSSSS
Z ZiehenS StehenV Verdoppeln, sonst ziehen Vs Verdoppeln, sonst stehenSp SplittenA Aufgeben, sonst ziehen knapper Fall
3.2

Die 11. Die harte 11 ist die stärkste Verdoppel-Hand, weil keine Karte sie überkaufen kann und jede Zehnerkarte eine 21 bringt. Bei 6 Decks, Dealer steht auf 17, ohne verdeckte Karte gewinnst du mit 11 gegen eine 6 im Schnitt 0,68 deines ursprünglichen Einsatzes, wenn du verdoppelst, und 0,34, wenn du nur ziehst. Gegen 2 bis 9 verdoppelst du immer. Gegen 10 und Ass hängt es an der Frage, wann der Dealer seine zweite Karte bekommt, dazu Regel 6.

3.3

Die 10. Gegen 2 bis 9 verdoppeln, gegen 10 und Ass ziehen. Am knappsten ist die 9 des Dealers: Verdoppeln bringt dort im Schnitt 0,147 Einsätze, Ziehen 0,117. Gegen eine 10 kippt es klar, ohne verdeckte Karte −0,16 fürs Verdoppeln gegen −0,05 fürs Ziehen.

3.4

Die 9. Nur gegen 3 bis 6. Gegen eine 2 ist Ziehen minimal besser (0,077 gegen 0,070), gegen eine 7 deutlich (0,176 gegen 0,116). Mit der 7 offen überkauft sich der Dealer bei 6 Decks nur in 26,2 % der Runden, mit der 6 in 42,3 %. Die harte 9 reicht nicht, um gegen eine Karte zu verdoppeln, die oft bei 17 landet.

3.5

Die 8 und darunter. Bei 6 Decks verdoppelst du eine harte 8 auch dort nicht, wo der Tisch es erlaubt: Gegen eine 6 bringt Ziehen 0,120 Einsätze, Verdoppeln 0,099. Mit einem einzigen Deck dreht sich das gegen 5 und 6: Deine zwei kleinen Karten fehlen dann in einem Stapel von nur 52, und der Rest ist spürbar reicher an Zehnen. Stell oben ein Deck ein, dann siehst du es in der Tabelle.

3.6

Weiche Hände. Wo jede Hand verdoppelt werden darf, gilt bei 6 Decks und stehendem Dealer auf 17: Ass-2 und Ass-3 gegen 5 und 6, Ass-4 und Ass-5 gegen 4 bis 6, Ass-6 gegen 3 bis 6, Ass-7 gegen 3 bis 6. Zieht der Dealer auf weicher 17, kommen Ass-7 gegen 2 und Ass-8 gegen 6 dazu. Eine weiche Hand kann sich mit einer Karte nicht überkaufen. Schlimmstenfalls wird sie zu einer harten 12 oder 13, auf der du nach dem Verdoppeln stehen bleiben musst.

3.7

Das Muster in Worten. Je schwächer die offene Karte des Dealers, desto mehr Hände verdoppelst du. Gegen 5 und 6 verdoppelst du fast alles, was verdoppelt werden darf, gegen 7 bis 9 nur noch 10 und 11, gegen 10 und Ass am deutschen Standardtisch ohne verdeckte Karte gar nichts, sofern ein Dealer-Blackjack dort auch den Verdoppel-Einsatz nimmt. Von deiner Seite her ist die Reihenfolge fest: 11 vor 10 vor 9 vor den weichen Händen, und die weichen Hände verdoppelst du nur gegen die Karten, mit denen sich der Dealer am häufigsten überkauft.

Regel 4 · V oder Vs: was gilt, wenn du nicht verdoppeln darfst

4.1

Zwei Buchstaben, zwei Anweisungen. In unserer Tabelle bedeutet V „verdoppeln, sonst ziehen“ und Vs „verdoppeln, sonst stehen“. Der zweite Teil ist keine Fußnote. Er gilt jedes Mal, wenn du verdoppeln möchtest, es aber nicht darfst.

4.2

Drei Gründe für „sonst“. Du hast schon eine dritte Karte genommen. Oder der Tisch erlaubt das Verdoppeln nur auf bestimmte Summen. Oder du hast gesplittet, und das Haus lässt nach dem Split kein Verdoppeln zu.

4.3

Der teure Irrtum. Ass-7 gegen eine 6 ist eine weiche 18. Wo du jede Hand verdoppeln darfst, bringt Verdoppeln im Schnitt 0,38 Einsätze, Stehen 0,28 und Ziehen 0,19 (6 Decks, Dealer steht auf 17, ohne verdeckte Karte). Deshalb steht dort Vs. An einem Tisch mit 9 bis 11 fällt das Verdoppeln weg, und wer nur das V sieht und „dann eben ziehen“ denkt, verschenkt 0,09 Einsätze, bei 10 € sind das 90 Cent in genau dieser einen Hand.

4.4

Warum das an deutschen Tischen zählt. Strategietabellen aus Büchern oder dem Netz sind oft für Tische gerechnet, an denen jede Hand verdoppelt werden darf. Nimmst du so eine Tabelle mit an einen Tisch mit 9 bis 11, ist bei jeder weichen Hand der zweite Buchstabe dein Zug. Unsere Blackjack Tabelle für deinen Tisch nimmt dir das ab: Sind oben die richtigen Tischregeln eingestellt, steht dort gleich Z oder S.

Regelfall Fall 31

Du hast Ass, 2 und 5, also eine weiche 18 aus drei Karten. Der Dealer zeigt eine 4. Die Tabelle eines Tisches, an dem jede Hand verdoppelt werden darf, sagt bei Ass-7 gegen 4: Vs.

Entscheidung

Stehen. Mit drei Karten darfst du nicht mehr verdoppeln, und damit gilt der zweite Buchstabe. Wer hier zieht, weil „Verdoppeln“ nach mehr Karten klingt, spielt gegen die Tabelle, denn die weiche 18 steht gegen eine 4 besser, als sie mit einer weiteren Karte würde. An einem Tisch mit 9 bis 11 zeigt die Tabelle an dieser Stelle ohnehin gleich S.

Regel 5 · Verdoppeln nach dem Split

5.1

Die Regel. Nach dem Teilen eines Paares wird jede neue Hand wieder zu einer Hand aus zwei Karten. Ob du sie verdoppeln darfst, regelt der Tisch gesondert, englisch „double after split“. An deinem Tisch ist es erlaubt.

5.2

In deutschen Häusern. Zehn Regeltexte erlauben es ausdrücklich, vier weitere in Nordrhein-Westfalen nur in der alten WestSpiel-Broschüre, 26 sagen nichts dazu. Bremen, Wiesbaden und Bad Dürkheim wenden nach dem Split dieselbe Summengrenze an wie vorher. Die Spielbank Bremen schreibt: „Verdoppeln nach dem Teilen ist wiederum nur bei einem Kartenwert von 9, 10 oder 11 möglich.“

5.3

Was es wert ist. Mehr als das Verdoppeln weicher Hände. Bei 6 Decks, Dealer steht auf 17, 9 bis 11 und ohne verdeckte Karte liegt der Hausvorteil mit dieser Regel bei 0,61 %, ohne sie bei 0,75 %. Nach jedem Split kann aus einer Karte wieder eine Verdoppel-Hand werden, aus einer 8 und einer 3 etwa eine 11. Bei 2-2, 3-3, 4-4 und 6-6 ist das gegen einige schwache Dealerkarten sogar der einzige Grund, überhaupt zu teilen. Welche Paar-Zeilen sich dadurch verschieben, steht auf der Seite zum Splitten beim Blackjack.

5.4

Asse ausgenommen. Auf geteilte Asse gibt es in allen Häusern, die das regeln, nur je eine Karte. Verdoppeln ist dort nicht vorgesehen.

Regel 6 · Ohne verdeckte Karte steht der zweite Einsatz mit im Risiko

6.1

Worum es geht. In 36 der 40 deutschen Spielbanken mit veröffentlichtem Regeltext bekommt der Dealer beim Austeilen nur eine Karte. Seine zweite zieht er, wenn alle Spieler fertig sind, und erst dann zeigt sich, ob er Blackjack hat. Nach der üblichen europäischen Regel ist dann auch dein verdoppelter Einsatz verloren, davon gehen unsere Tabellen aus. Welche Einsätze ein deutscher Tisch in diesem Fall einzieht, steht bei keiner der 40 Spielbanken im Regeltext. Mehr zur zweiten Karte findest du bei den Regeln für den Dealer.

6.2

Die Folge für 10 und 11. Mit einer offenen 10 hat der Dealer bei 6 Decks in 7,7 % der Runden Blackjack, mit einem Ass in 30,9 %. Dieser Anteil trifft einen verdoppelten Einsatz doppelt. Deshalb ist ausgerechnet die beste Verdoppel-Hand gegen diese beiden Karten ein Fall zum Ziehen.

6.3

11 gegen Ass. Ohne verdeckte Karte ist der Abstand groß: Ziehen −0,21 Einsätze, Verdoppeln −0,53. Mit verdeckter Karte und Blackjack-Prüfung bleibt es bei stehendem Dealer auf 17 knapp beim Ziehen, zieht der Dealer auf weicher 17, wird Verdoppeln knapp richtig (0,120 gegen 0,108). Es ist eines der wenigen Felder, in denen die Tischregel zur weichen 17 die Strategie ändert.

Regelfall Fall 32

Du hast 6 und 5, der Dealer zeigt eine 10, und dein Nachbar sagt: ‚Elf verdoppelt man immer.‘

Entscheidung

Ziehen, nicht verdoppeln. An deinem Tisch nimmt ein Dealer-Blackjack auch den zweiten Einsatz. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17: Ziehen bringt im Schnitt 0,031 Einsätze, Verdoppeln nur 0,008.

Gegen eine 10 stimmt die Faustregel des Nachbarn nur an Tischen, an denen der Dealer vorher auf Blackjack prüft oder dir bei seinem Blackjack den zweiten Einsatz zurückgibt. Eine verdeckte Dealerkarte gibt es laut Regeltext nur in drei deutschen Häusern, in Bad Homburg, Bad Neuenahr und Bad Dürkheim, und selbst dort erwähnt keine Quelle, dass der Dealer unter seine Karte schaut.

Häufige Fragen

Was bedeutet Double Down beim Blackjack?

Double Down ist das englische Wort für Verdoppeln. Du legst einen zweiten Einsatz in der Höhe des ersten dazu und bekommst dafür genau eine weitere Karte. Danach ist deine Hand fertig, du kannst nicht mehr ziehen. Gewinnst du, werden beide Einsätze 1 zu 1 ausgezahlt, verlierst du, sind beide weg.

Darf ich nach dem Ziehen noch verdoppeln?

Nein. Verdoppeln geht nur mit den ersten zwei Karten, als allererste Entscheidung deiner Hand. Hast du eine dritte Karte genommen, ist der Zug vorbei, auch wenn die drei Karten zusammen 11 ergeben. Steht in der Tabelle an dieser Stelle V, ziehst du, bei Vs bleibst du stehen.

Auf welche Hände darf ich in deutschen Spielbanken verdoppeln?

Meist nur auf 9, 10 oder 11 mit den ersten zwei Karten. So steht es bei 27 der 40 Spielbanken mit veröffentlichtem Regeltext, vier weitere Häuser in Nordrhein-Westfalen nennen denselben Wert in einer älteren Broschüre. Die Spielbank Hamburg erlaubt das Verdoppeln auf beliebige erste zwei Karten. Acht Häuser machen keine Angabe, dort lohnt die Frage am Tisch.

Soll ich 11 gegen ein Ass verdoppeln?

Nie an einem Tisch ohne verdeckte Dealerkarte, an dem ein Blackjack des Dealers auch den verdoppelten Einsatz nimmt. Gegen ein Ass passiert das in fast jeder dritten Runde. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17: Ziehen −0,21 Einsätze, Verdoppeln −0,53. Prüft der Dealer vorab oder kostet sein Blackjack nur den Grundeinsatz, wird Verdoppeln richtig, sobald er auf weicher 17 zieht, und bei stehendem Dealer mit einem oder zwei Decks.

Lohnt sich Verdoppeln mit einer weichen Hand?

Ja, gegen schwache Dealerkarten, sofern dein Tisch es erlaubt. Bei 6 Decks und Dealer steht auf 17 verdoppelst du Ass-2 und Ass-3 gegen 5 und 6, Ass-4 und Ass-5 gegen 4 bis 6, Ass-6 und Ass-7 gegen 3 bis 6. In den meisten deutschen Spielbanken ist das allerdings nicht erlaubt, weil sie nur harte 9 bis 11 zulassen.

Darf der verdoppelte Einsatz über dem Tischmaximum liegen?

In mehreren deutschen Häusern ausdrücklich ja. Die Regeltexte der Spielbank Wiesbaden, von CASINO SH, der Spielbank Bad Dürkheim und der Brandenburgischen Spielbanken erlauben, dass der neue Einsatz das Maximum überschreitet. Hamburg schreibt: „Auch wenn dieser bereits das Maximum erreicht hat.“ Wo nichts dazu steht, fragst du vor der Runde.

Was passiert mit dem verdoppelten Einsatz, wenn der Dealer Blackjack hat?

Das hängt davon ab, wann der Dealer seine zweite Karte bekommt. Prüft er vorher auf Blackjack, kommt es gar nicht erst zum Verdoppeln. Zieht er sie erst nach dir, verlierst du nach der üblichen europäischen Regel beide Einsätze. Bei keiner der 40 deutschen Spielbanken steht im Regeltext, was in diesem Fall eingezogen wird.

Was heißt Vs in der Blackjack-Tabelle?

Vs heißt: verdoppeln, und wenn das nicht erlaubt ist, stehen bleiben. Das betrifft vor allem Ass-7 gegen 3 bis 6. Darfst du dort nicht verdoppeln, etwa weil du schon drei Karten hast oder dein Tisch nur 9 bis 11 zulässt, bleibst du mit der weichen 18 stehen. V heißt entsprechend: verdoppeln, sonst ziehen.

Darf ich nach dem Teilen von Assen verdoppeln?

Nein. Auf geteilte Asse gibt es in allen deutschen Spielbanken, deren Regeltext das Teilen von Assen regelt, nur je eine Karte. Damit ist die Hand sofort fertig, Verdoppeln ist nicht möglich. Bei allen anderen Paaren hängt es davon ab, ob dein Tisch Verdoppeln nach dem Split erlaubt.

Wie viel kostet es, wenn nur auf 10 und 11 verdoppelt werden darf?

Etwa zwei Zehntelprozentpunkte gegenüber einem Tisch ohne Beschränkung. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17, Verdoppeln nach Split, ohne verdeckte Karte: 0,52 % Hausvorteil bei jeder Hand, 0,61 % bei 9 bis 11, 0,71 % bei 10 und 11. Bei 10 € Einsatz sind das rund zwei Cent pro Hand.

Weiter im Regelwerk

  • SplittenSplitten beim Blackjack
  • TabelleDie Blackjack Tabelle mit der Basisstrategie für jede Hand, berechnet für deine Tischregeln
  • Dealer-RegelnDie Blackjack Dealer Regeln