Blackjack Splitten: welche Paare du teilst und welche nie
Zwei Achten vor dir, der Dealer zeigt eine 10, und vom Nachbarplatz kommt: ‚Achten immer teilen.‘ Beim Blackjack Splitten machst du aus einem Paar zwei Hände mit je eigenem Einsatz. Welche Paare du teilst, welche nie und warum ausgerechnet die Achten gegen eine 10 an Tischen ohne verdeckte Dealerkarte eine Ausnahme sein können, steht in den Regeln unten.
Stand:
R 1Grundlage
Regel 1 · Was beim Splitten passiert
1.1
Der Zug. Sind deine ersten zwei Karten gleich viel wert, darfst du sie trennen. Du legst einen zweiten Einsatz in derselben Höhe dazu, der Dealer schiebt die Karten auseinander, und jede wird zur ersten Karte einer neuen Hand. Beide Hände bekommen eine zweite Karte und werden nacheinander gespielt, jede für sich: ziehen, stehen, bei manchen Tischen auch verdoppeln. Die Broschüre der Merkur-Spielbanken hält die Höhe fest: „Der Einsatz für jede geteilte Hand muss dem des ursprünglichen Einsatzes entsprechen.“
8888
gegen
1010
Zwei Achten gegen 10 der Streitfall, um den es in Regel 6 geht
1.2
Was ein Paar ist. Die Häuser formulieren es unterschiedlich. Die Spielbanken Bayern sprechen von zwei Karten „mit gleichen Ziffern oder Werten“, Wiesbaden von „punktgleich“, die Merkur-Broschüre nennt „zwei Sechser oder zwei Bilder“ als Beispiel. Bad Neuenahr und Bad Dürkheim schreiben dagegen „zwei Damen, zwei Sechser usw.“ Ob ein König und eine Dame ein Paar sind, kann vom Haus abhängen. Du wirst es selten wissen müssen: Zehnwertige Karten teilst du nicht.
1.3
Wie oft. Kommt auf eine geteilte Hand wieder eine Karte desselben Werts, darfst du in vielen deutschen Häusern erneut teilen, etwa in allen neun bayerischen, in Bremen und bei den Merkur-Häusern in Niedersachsen. Die Spielbank Wiesbaden setzt die Grenze klar: „Teilungen (Splits) sind pro Box bis zu dreimal möglich, sodass maximal vier Hände entstehen.“ Die Spielbanken Bayern schreiben nur „Weitere Teilungen sind möglich“, ohne Obergrenze. Unsere Tabellen rechnen mit höchstens vier Händen. Liegen die vier schon und kommt wieder eine 8, spielst du die zwei Achten als harte 16.
1.4
Jede Hand rechnet für sich. Die eine Hand kann gewinnen, während die andere verliert. Die Zahlen auf dieser Seite beziehen sich deshalb immer auf beide Hände zusammen, gemessen am ursprünglichen Einsatz. Zwei Achten gegen eine 9 zu teilen kostet dich bei 6 Decks im Schnitt 0,39 Einsätze. Das klingt schlecht, bis du die Alternative siehst: Die 16 zu ziehen kostet 0,51.
R 2Tabelle
Regel 2 · Welche Paare du teilst
2.1
Die Tabelle folgt deinem Tisch. Die Paar-Zeilen unten sind für die Tischregeln berechnet, die oben unter „Deine Tischregeln“ eingestellt sind. Sp heißt teilen, die anderen Buchstaben gelten für das ungeteilte Paar, also 5-5 als harte 10 und 8-8 als harte 16.
Paare: wann du splittest und was du sonst tust
Deine Hand
2
3
4
5
6
7
8
9
10
A
Paare
2 + 2
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z
Z
Z
3 + 3
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z
Z
Z
4 + 4
Z
Z
Z
Sp
Sp
Z
Z
Z
Z
Z
5 + 5
V
V
V
V
V
V
V
V
Z
Z
6 + 6
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z
Z
Z
Z
7 + 7
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z
Z
Z
8 + 8
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z
9 + 9
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
S
Sp
Sp
S
S
10 + 10
S
S
S
S
S
S
S
S
S
S
A + A
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Sp
Z
Z ZiehenS StehenV Verdoppeln, sonst ziehenVs Verdoppeln, sonst stehenSp SplittenA Aufgeben, sonst ziehenknapper Fallanders als im deutschen Normalfall
2.2
Asse und Achten. Zwei Asse sind als ungeteilte Hand eine weiche 12, zwei Achten eine harte 16, eine der schlechtesten Summen am Tisch. Getrennt beginnt jede Hand mit einer Karte, aus der noch viel werden kann. Zwei Asse gegen eine 6 bringen geteilt durchschnittlich 0,68 Einsätze, gezogen nur 0,19. Deshalb teilst du beide Paare gegen fast jede Karte. Die Ausnahmen stehen in Regel 6.
2.3
Die kleinen Paare. Darfst du nach dem Split verdoppeln, teilst du zwei Zweien, zwei Dreien und zwei Siebenen gegen 2 bis 7, zwei Sechsen gegen 2 bis 6 und zwei Vieren gegen 5 und 6. Ohne diese Regel fallen einige dieser Felder weg, dazu Regel 5. Das Prinzip: Gegen eine schwache Dealerkarte willst du mehr Geld auf dem Tisch, weil sich der Dealer oft überkauft, und zwei neue Hände sind genau das. Gegen 8, 9, 10 und Ass wäre es doppeltes Geld auf zwei schwache Anfänge.
2.4
Die Neunen. Zwei Neunen teilst du gegen 2 bis 6, 8 und 9. Gegen die 7 bleibst du stehen, denn mit 18 schlägst du die 17, bei der ein Dealer mit offener 7 am häufigsten landet: Stehen bringt dort 0,40 Einsätze, Teilen 0,36. Gegen 10 und Ass bleibst du ebenfalls stehen, ohne verdeckte Karte ist der Abstand deutlich (gegen eine 10: Stehen −0,24, Teilen −0,46). Die Lücke bei der 7 sieht in jeder Tabelle wie ein Druckfehler aus. Sie ist keiner.
2.5
Knapp daneben. Nicht jedes Feld ist eindeutig. Zwei Achten gegen eine 10 ziehst du an deutschen Tischen ohne verdeckte Karte, doch Stehen liegt nur 0,0014 Einsätze dahinter. Solche Felder markiert die Tabelle für deinen Tisch mit einer kleinen Ecke als knappen Fall, gemeint ist ein Abstand unter 0,005 Einsätzen. Zwei Siebenen gegen eine 8 ziehst du ebenfalls, dort liegt das Teilen gut ein Hundertstel Einsatz zurück (−0,378 gegen −0,391). Wer in solchen Feldern falsch spielt, verliert wenig. Wer die Achten gegen eine 9 nicht teilt, verliert 0,12 Einsätze.
R 3Niemals
Regel 3 · Fünfen und Zehnen teilst du nie
3.1
Zwei Fünfen sind eine 10. Und eine harte 10 ist eine der besten Hände zum Verdoppeln. Gegen eine 6 bringt Verdoppeln auf lange Sicht 0,60 Einsätze, Teilen gerade 0,05. Jede einzelne 5 wäre der Anfang einer Hand, die mit einer Zehnerkarte bei 15 landet. Du behandelst 5-5 deshalb wie jede andere 10: verdoppeln gegen 2 bis 9, sonst ziehen. An deinem Tisch ist Verdoppeln auf 9 bis 11 erlaubt, 5-5 zählt als harte 10 dazu.
3.2
Zwei Zehnen sind eine 20. Mit 20 gewinnst du gegen jede Dealerkarte öfter, als du verlierst. Gegen eine 6, die schwächste Karte des Dealers, bringt Stehen bei 6 Decks 0,70 Einsätze, Teilen nur 0,45. Gegen eine 5 ist es 0,67 gegen 0,37. Mit dem Teilen tauschst du eine fast fertige Gewinnhand gegen zwei Hände, die jede erst noch eine gute zweite Karte brauchen.
3.3
Die Ausnahme in Schleswig-Holstein. Eine Hausregel ändert die Rechnung ein Stück. CASINO SH in Schleswig-Holstein, mit Häusern in Kiel, Lübeck, Flensburg und Schenefeld, schreibt in seinem Regel-Faltblatt: „Teilt ein Boxinhaber zwei 10-wertige Karten, und es folgt ein Ass, zählt diese Hand als Black Jack.“ Das wird dann 3 zu 2 ausgezahlt statt 1 zu 1. Wir haben nachgerechnet, ob sich das Teilen damit lohnt.
RegelfallFall 33
Du sitzt in Kiel mit König und Dame, der Dealer zeigt eine 6. Dein Nachbar erinnert dich an die Hausregel: Eine geteilte Zehn mit Ass zählt hier als Blackjack.
Entscheidung
Stehen bleiben. Wir haben die Hausregel in unsere Berechnung eingesetzt (6 Decks, Dealer steht auf 17, ohne verdeckte Karte, bis zu vier Hände): Das Teilen bringt gegen die 6 dann 0,62 Einsätze statt 0,45, die stehende 20 aber weiterhin 0,70. Gegen eine 5 ist es 0,54 gegen 0,67. Der Blackjack-Zuschlag greift nur auf den Händen, auf die ein Ass fällt, und das ist ungefähr jede dreizehnte Karte. Für eine 20 reicht das nicht.
R 4Asse
Regel 4 · Asse: eine Karte pro Hand, und 21 ist kein Blackjack
4.1
Nur eine Karte. Teilst du zwei Asse, bekommst du auf jedes genau eine weitere Karte. So regeln es alle deutschen Häuser, die das Teilen von Assen überhaupt erwähnen. Wiesbaden formuliert es als Ausnahme: Nach jeder Teilung dürfen beliebig viele Karten gezogen werden, „lediglich bei der Teilung von Assen erhält der Spieler nur eine Karte“. Verdoppeln kannst du auf geteilte Asse nicht.
4.2
21 ist nicht Blackjack. Kommt auf ein geteiltes Ass eine Zehnerkarte, hast du 21, aber keinen Blackjack. Die Spielbanken Bayern schreiben: „In einem geteilten Spiel ergibt ein Ass mit einer zehn oder einem Bild keinen Black Jack, sondern den Gesamtwert 21.“ Ausgezahlt wird 1 zu 1, und kommt der Dealer ebenfalls auf 21, ist es ein Gleichstand. Sinngleiche Sätze stehen in den Regeln von Berlin, Hamburg, Wiesbaden, Bremen, Brandenburg und den Merkur-Häusern in Niedersachsen.
4.3
Nur in eine Richtung. Bei CASINO SH gilt Regel 3.3 nur in eine Richtung. Zehn geteilt, Ass dazu: Blackjack. Ass geteilt, Zehn dazu: „In diesem Fall ergeben ein Ass und eine 10-wertige Karte nicht Black Jack, sondern 21.“ Merken musst du dir davon nur die zweite Hälfte, denn Zehnen teilst du auch in Kiel nicht.
4.4
Erneut teilen. Unter den 40 deutschen Spielbanken mit veröffentlichtem Regeltext erlaubt nur die Spielerklärung der Merkur-Spielbanken in Niedersachsen (Bad Zwischenahn, Braunschweig, Hannover, Osnabrück), ein drittes Ass erneut zu teilen: „Erscheinen weitere Asse, kann erneut geteilt werden.“ Unsere Tabellen rechnen ohne diese Möglichkeit, deshalb nennen wir keinen Wert dafür. Klar ist nur die Ausgangslage: Ohne erneutes Teilen steht die Hand bei 12 und darf keine Karte mehr ziehen.
RegelfallFall 34
Du teilst zwei Asse gegen eine 7. Auf das erste kommt ein König, und am Ende zahlt der Croupier für diese Hand nur 1 zu 1 statt 3 zu 2.
Entscheidung
Richtig ausgezahlt. Nach dem Teilen ist Ass und König eine 21, kein Blackjack, und eine 21 wird wie jeder andere Gewinn 1 zu 1 bezahlt. Das gilt in allen deutschen Häusern, die es regeln, auch bei CASINO SH, wo nur die umgekehrte Reihenfolge als Blackjack zählt. Hätte der Dealer mit seiner 7 ebenfalls 21 erreicht, wäre die Hand ein Gleichstand gewesen.
R 5Nach dem Split
Regel 5 · Verdoppeln nach dem Split verschiebt die kleinen Paare
5.1
Sieben Felder. Darfst du nach dem Teilen verdoppeln, teilst du 2-2 und 3-3 auch gegen 2 und 3, 4-4 gegen 5 und 6 und 6-6 gegen 2. Ohne diese Regel ziehst du in genau diesen sieben Feldern, alle anderen Paar-Felder bleiben gleich. An deinem Tisch ist Verdoppeln nach dem Split eingestellt, die Tabelle oben zeigt diese Felder als Sp.
5.2
Warum gerade die Vieren. Eine geteilte 4 wird mit einer 6 zur 10 und mit einer 7 zur 11, also zu einer Hand, die du gegen eine 5 verdoppeln willst. Mit dieser Möglichkeit bringt das Teilen von 4-4 gegen eine 5 durchschnittlich 0,104 Einsätze, Ziehen 0,084. Fällt das Verdoppeln weg, rutscht das Teilen auf −0,020, und aus dem Split wird ein Fehler. Bei 2-2 gegen eine 3 ist es ähnlich: −0,006 fürs Teilen mit der Regel, −0,096 ohne sie, Ziehen liegt bei −0,082.
5.3
Was die Regel wert ist. Bei 6 Decks, Dealer steht auf 17, Verdoppeln auf 9 bis 11 und ohne verdeckte Karte liegt der Hausvorteil mit Verdoppeln nach dem Split bei 0,61 %, ohne bei 0,75 %. Zehn deutsche Regeltexte erlauben es ausdrücklich, vier weitere in Nordrhein-Westfalen nur in der alten WestSpiel-Broschüre, 26 sagen nichts. In Bremen, Wiesbaden und Bad Dürkheim gilt nach dem Split dieselbe Summengrenze wie vorher, also wieder nur 9, 10 oder 11. Mehr dazu auf der Seite zum Verdoppeln beim Blackjack.
R 6Dealer
Regel 6 · Achten und Asse gegen 10 und Ass: die verdeckte Karte entscheidet
6.1
Wo die Faustregel stimmt. „Asse und Achten immer teilen“ stimmt an Tischen, an denen der Dealer vor deinem Zug auf Blackjack prüft. Dort kostet dich das Teilen der Achten gegen eine 10 im Schnitt 0,475 Einsätze, das Ziehen 0,535. Gegen ein Ass: Teilen −0,36, Ziehen −0,51. Zwei Asse gegen ein Ass bringen geteilt sogar ein kleines Plus (0,127 gegen −0,022 beim Ziehen). Diese Zahlen gelten unter der Bedingung, dass der Dealer keinen Blackjack hat, denn das weißt du an solchen Tischen schon.
6.2
Ohne verdeckte Karte. In 36 der 40 deutschen Spielbanken mit veröffentlichtem Regeltext zieht der Dealer seine zweite Karte erst nach den Spielern. Hat er dann Blackjack, verlierst du nach der üblichen europäischen Regel alle Einsätze auf dem Tisch, beide geteilten Hände eingeschlossen. Davon gehen unsere Tabellen aus. Was ein deutscher Tisch in diesem Fall tatsächlich einzieht, steht bei keiner der 40 Spielbanken im Regeltext. Mehr zur zweiten Karte steht bei den Regeln für den Dealer.
6.3
Was das kostet. Der Dealer kommt bei 6 Decks mit einer offenen 10 in 7,7 % der Runden zum Blackjack, mit einem Ass in 30,9 %. Wer teilt, verdoppelt das Geld, das dieser Blackjack mitnimmt. Gegen ein Ass kippt es deutlich: Zwei Achten zu ziehen kostet ohne verdeckte Karte 0,66 Einsätze, sie zu teilen 0,92. Zwei Asse gegen ein Ass: Ziehen −0,33, Teilen −0,53.
6.4
Wenn das Haus den zweiten Einsatz zurückgibt. Manche Tische nehmen bei einem Dealer-Blackjack nur den Grundeinsatz und geben Split- und Verdoppel-Einsätze zurück. Dann gilt die Faustregel wieder: Die Achten gegen eine 10 geteilt kosten 0,52 Einsätze, gezogen 0,57. Ob ein deutsches Haus so verfährt, müsstest du dort erfragen, geschrieben steht es nirgends.
RegelfallFall 35
Zwei Achten, der Dealer zeigt eine 10, und vom Nachbarplatz kommt: ‚Achten immer teilen.‘
Entscheidung
Ziehen, nicht teilen. An deinem Tisch nimmt ein Dealer-Blackjack beide geteilten Hände mit. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17: Ziehen kostet im Schnitt 0,5715 Einsätze, Stehen 0,5728, Teilen 0,616. Ziehen und Stehen liegen fast gleichauf, das Teilen ist klar schlechter.
Darfst du an einem Tisch ohne verdeckte Karte aufgeben, und nimmt ein Dealer-Blackjack dort alle Einsätze, ist Aufgeben der beste Zug mit zwei Achten gegen eine 10 (−0,539 Einsätze). Warum, erklärt die Seite zum Aufgeben beim Blackjack.
Fragen
Häufige Fragen
Welche Paare sollte ich beim Blackjack immer splitten?
Asse und Achten gegen fast jede Dealerkarte. Ausnahmen gibt es an Tischen ohne verdeckte Dealerkarte, wie in den meisten deutschen Spielbanken: Dort ziehst du mit zwei Achten gegen 10 und Ass und mit zwei Assen gegen ein Ass, weil ein Blackjack des Dealers nach der üblichen europäischen Regel beide Einsätze nimmt.
Warum soll man zwei Zehnen nicht teilen?
Weil eine 20 gegen jede Dealerkarte öfter gewinnt als verliert. Gegen eine 6 bringt Stehen bei 6 Decks im Schnitt 0,70 Einsätze, Teilen nur 0,45. Aus einer sicheren Gewinnhand würdest du zwei unsichere Hände machen, die jede mit einer 10 anfangen und erst noch eine gute Karte brauchen.
Darf ich zwei unterschiedliche Bildkarten teilen, etwa König und Dame?
Das formulieren die Häuser unterschiedlich. Wiesbaden spricht von „punktgleich“, die Merkur-Häuser nennen „zwei Bilder“ als Beispiel, Bad Neuenahr und Bad Dürkheim schreiben „zwei Damen, zwei Sechser usw.“. Für die Strategie ist es egal, denn zehnwertige Paare teilst du ohnehin nicht, auch wenn das Haus es erlauben würde.
Ist Ass und Zehn nach dem Splitten ein Blackjack?
Nein. Nach dem Teilen gilt Ass und Zehnerkarte als 21 und wird 1 zu 1 ausgezahlt. So steht es in den Regeltexten der Spielbanken Bayern, Berlin, Hamburg, Wiesbaden, Bremen und der Merkur-Häuser in Niedersachsen. Eine Ausnahme regelt nur CASINO SH: Folgt auf eine geteilte Zehnerkarte ein Ass, zählt die Hand dort als Blackjack.
Wie oft darf ich beim Blackjack splitten?
Das legt jedes Haus selbst fest. Die Spielbank Wiesbaden erlaubt bis zu drei Teilungen, also höchstens vier Hände. Die Spielbanken Bayern schreiben nur „Weitere Teilungen sind möglich“, ohne Obergrenze. Unsere Tabellen rechnen mit höchstens vier Händen. Ein erneutes Teilen von Assen erlaubt ausdrücklich nur Merkur in Niedersachsen.
Darf ich geteilte Asse noch einmal teilen?
In den Merkur-Spielbanken in Niedersachsen ja. Deren Spielerklärung sagt: „Erscheinen weitere Asse, kann erneut geteilt werden.“ Unter den 40 deutschen Häusern mit veröffentlichtem Regeltext ist das der einzige Beleg dafür. Anderswo bekommst du auf jedes geteilte Ass genau eine Karte. Ob ein drittes Ass dort erneut geteilt werden darf, sagen die übrigen Regeltexte nicht, und unsere Tabellen rechnen ohne diese Möglichkeit.
Was ändert Verdoppeln nach dem Split an der Strategie?
Es verschiebt die kleinen Paare. Mit dieser Regel teilst du 2-2 und 3-3 auch gegen 2 und 3, 4-4 gegen 5 und 6 und 6-6 gegen 2. Ohne sie ziehst du in diesen sieben Feldern. Der Grund: Aus einer geteilten 4 mit einer 6 oder 7 wird wieder eine Hand, die du verdoppeln darfst.
Soll ich zwei Neunen gegen eine 7 teilen?
Nein, stehen bleiben. Mit 18 schlägst du die 17, bei der der Dealer mit einer offenen 7 am häufigsten landet. Unsere Berechnung für 6 Decks, Dealer steht auf 17: Stehen bringt 0,40 Einsätze, Teilen 0,36. Gegen 8 und 9 teilst du die Neunen dagegen, gegen 10 und Ass bleibst du wieder stehen.
Muss der zweite Einsatz beim Splitten gleich hoch sein?
Ja. Die neue Hand bekommt denselben Einsatz wie die ursprüngliche. Die Broschüre der Merkur-Spielbanken sagt es ausdrücklich: „Der Einsatz für jede geteilte Hand muss dem des ursprünglichen Einsatzes entsprechen.“ Mit einem kleineren Betrag zu teilen geht nicht. Auch bei jeder weiteren Teilung legst du wieder den vollen ursprünglichen Einsatz dazu, bei vier Händen liegt das Vierfache auf dem Tisch.