Regel 7 · Der Unterschied zwischen 17 und 4 und Blackjack
7.1In einem Satz. Blackjack ist das Hausspiel mit einer Bank, die nichts mehr entscheidet, und mit Spielern, die dafür mehr dürfen. Die rechte Spalte folgt den Tischregeln, die du oben eingestellt hast.
Siebzehn und Vier und Blackjack im direkten Vergleich | Merkmal | Siebzehn und Vier zu Hause | Blackjack an deinem Tisch |
| Blatt | 32 Karten (Skatblatt) oder 52 Karten | 6 Decks zu je 52 Karten |
| Ass | zählt 11 | zählt 1 oder 11 |
| Bildkarten | König 4, Dame 3, Bube 2 (im 32er-Blatt) | je 10 |
| Beste Hand | Ass und Zehn, zwei Asse als Feuer nach Absprache | Blackjack: Ass und Zehnerkarte |
| Wer die Bank hält | wechselt unter den Mitspielern | immer das Haus |
| Spiel der Bank | zieht nach eigenem Ermessen | zieht bis 16, steht ab 17, auch auf weicher 17 |
| Karten der Spieler | verdeckt, Bluffen möglich | offen |
| Verdoppeln | nicht vorgesehen, oft Nachsetzen beim Kaufen | nur auf 9, 10 oder 11 |
| Teilen von Paaren | nicht vorgesehen | erlaubt, Asse bekommen je eine Karte |
| Gleichstand | gewinnt meist die Bank | Einsatz zurück |
| 21 aus zwei Karten | meist doppelt | Blackjack zahlt 3 zu 2 |
| Bank hat 21 aus zwei Karten | Spieler zahlen doppelt, in manchen Runden außer mit eigener geborener 21 | dein Einsatz ist verloren, ein eigener Blackjack bleibt stehen |
| Versicherung, Aufgeben | gibt es nicht | Versicherung ja, Aufgeben nein |
7.2Die Bank entscheidet nicht mehr. Der größte Unterschied steckt in einer Zeile der Tabelle. Der Dealer in der Spielbank hat keine Wahl, er zieht bis 16 und steht ab 17, in allen 40 deutschen Spielbanken, deren Regeltext wir ausgewertet haben. Beim Hausspiel entscheidet der Bankhalter nach Gefühl. Damit fällt beim Blackjack das Bluffen weg, und an seine Stelle tritt Rechnen: Weil der Dealer berechenbar ist, gibt es für jede Hand einen besten Zug. Welcher das ist, zeigt die Blackjack-Tabelle. Was der Dealer genau darf, steht in den Dealer-Regeln.
7.3Offene Karten. In der Spielbank gibt der Dealer deine Karten offen aus, so steht es etwa in den Spielregeln der Spielbanken Bayern. Du verrätst also nichts, und der Dealer könnte mit dem Wissen ohnehin nichts anfangen.
7.4Mehr Züge für dich. Verdoppeln, Teilen und die Versicherung kennt die Grundregel des Hausspiels nicht. Das Nachsetzen beim Kaufen ist der nächste Verwandte des Verdoppelns, aber großzügiger: Du darfst danach weiterkaufen, beim Blackjack bekommst du nach dem Verdoppeln genau eine Karte.
7.5Gleichstand und Auszahlung. Beim Blackjack ist ein Gleichstand ein Push, der Einsatz bleibt dir. Der Blackjack selbst zahlt 3 zu 2, die geborene Einundzwanzig beim Hausspiel oft doppelt. Das klingt nach dem besseren Geschäft am Küchentisch. Die Gleichstandsregel holt es zurück: Jede Runde, die beim Blackjack ein Push wäre, verlierst du beim Hausspiel.
7.6Zwei Zahlen zum Blatt. Eine geborene Einundzwanzig ist im 32er-Blatt seltener als ein Blackjack: Nach unserer Rechnung kommen Ass und Zehn in 3,2 von 100 Runden als erste zwei Karten, Feuer in 1,2. Beim Blackjack mit sechs Decks liegt die Chance auf einen Blackjack bei 4,75 %. Dafür ist die hohe Hand im kurzen Blatt robuster. Mit 17 verträgt eine Blackjack-Hand aus einem vollen Deck noch 16 von 52 Karten, knapp 31 %, im Skatblatt sind es 12 von 32, genau 37,5 %.
Regelfall Fall 52
Die Bank deckt Ass und Zehn auf. Du hast ebenfalls 21, aber aus drei Karten.
Entscheidung
Du zahlst doppelt. Wo die Ausnahme gespielt wird, nur einfach zu zahlen, gilt sie allein für eine geborene Einundzwanzig aus zwei Karten, und 21 aus drei Karten ist gegen die 21 der Bank eine gewöhnliche Hand. Am Blackjack-Tisch einer deutschen Spielbank verlierst du in derselben Lage ebenfalls, in der Regel aber nur den einfachen Einsatz. Hast du vorher verdoppelt, ist nach der üblichen europäischen Regel auch der zweite Einsatz weg.