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So funktionieren die Tischregeln

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Schau auf das Schild am Tisch oder in die Hausregeln der Spielbank und stell hier ein, was dort steht. Regeln, Tabelle und Rechner auf allen Seiten folgen dann diesen Tischregeln. Gespeichert wird nur in deinem Browser.

Papercut-Illustration: aufgefächerte Spielkarten mit Herz-König auf einem Holztisch, daneben ein Becher und eine gefaltete Serviette

17 und 4 Regeln für das Kartenspiel und der Unterschied zu Blackjack

Du hältst eine Zehn und einen König. Beim Blackjack wäre das eine starke 20, beim Kartenspiel 17 und 4 mit dem Skatblatt sind es nur 14 Punkte, und du überlegst, ob du noch eine Karte kaufst. Hier stehen die 17 und 4 Regeln so, wie das Spiel am Küchentisch läuft, mit den Stellen, an denen Familien und Regelbücher voneinander abweichen, und mit dem Vergleich zu Blackjack am Ende.

Stand:

Regel 1 · Das Blatt: Skatkarten oder französisches Blatt

1.1

Zwei Blätter. Gespielt wird mit einem Paket zu 32 Karten, also einem Skatblatt, oder mit einem vollen französischen Blatt zu 52 Karten. Beides ist verbreitet, und die 17 und 4 Regeln ändern sich mit dem Blatt an einer entscheidenden Stelle: bei den Werten der Bildkarten. Manche Anleitungen empfehlen die 52 Karten und das kurze Blatt nur, wenn nichts anderes im Schrank liegt. Andere kennen das Spiel ausschließlich mit 32 Karten. Die Regeln unten folgen dem Skatblatt, weil es die eigentliche Hausform ist, und nennen die Unterschiede beim großen Blatt jeweils dazu.

1.2

Was im Skatblatt steckt. Im Skatblatt fehlen die Zahlenkarten von 2 bis 6. Pro Farbe bleiben Ass, König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht und Sieben. Im deutschen Blatt mit Eichel, Grün, Herz und Schellen heißen Dame und Bube Ober und Unter, das Ass heißt Daus. An den Werten ändert das nichts.

1.3

Farben zählen nicht. Ob Herz oder Pik, spielt keine Rolle. Es zählt allein der Punktwert.

1.4

Mitspieler. Einer hält die Bank, die anderen spielen gegen ihn. Wer gegen die Bank setzt, heißt in älteren Beschreibungen Pointeur. Jeder Pointeur spielt nur gegen den Bankhalter, nie gegen seine Nachbarn. Eine feste Obergrenze gibt es nicht, aber jeder braucht zwei bis vier Karten, und bei sechs Leuten mit 32 Karten wird der Stapel in manchen Runden knapp. Für große Runden mischt ihr zwei Skatblätter oder nehmt das volle Blatt.

Regel 2 · Die Kartenwerte im 32er-Blatt

2.1

Die übliche Zählung. In den meisten Beschreibungen des Kartenspiels 17 und 4 mit dem kurzen Blatt gelten diese Werte:

Kartenwerte im Skatblatt
KartePunkte
Ass (Daus)11
Zehn10
Neun, Acht, Sieben9, 8, 7
König4
Dame (Ober)3
Bube (Unter)2
2.2

Die Bilder sind klein. König, Dame und Bube bringen nur 4, 3 und 2 Punkte. Zusammen mit den übrigen Karten entsteht eine Lücke, die es beim Blackjack nicht gibt: Werte von 5 und 6 fehlen, zwischen dem König mit 4 und der Sieben liegt nichts. Eine 14 aus Zehn und König verträgt deshalb noch eine Sieben oder jede Bildkarte, aber keine Acht mehr. Wer vom Blackjack kommt, verrechnet sich hier anfangs leicht, weil der König im Kopf noch 10 zählt.

14 Punkte Zehn und König im Skatblatt, beim Blackjack wären es 20
Geborene Einundzwanzig Ass und Zehn als erste zwei Karten
Feuer zwei Asse, rechnerisch 22, meist die beste Hand
2.3

Das Ass zählt 11. In den deutschen Regelbeschreibungen kann das Ass nicht auf 1 fallen, weder im kurzen noch im langen Blatt. Wer mit 11 oder mehr Punkten ein Ass kauft, hat sich verkauft. Hier stolpern Blackjack-Spieler leicht: Dort macht ein Ass aus einer harten 15 eine 16, hier macht es daraus 26.

2.4

Andere Zählungen. Nicht jede Familie zählt so. Eine verbreitete Abweichung setzt den König auf 2 und Dame und Bube auf je 1 Punkt, und genau diese Werte stehen auch in einem deutschen Regelbuch von 1890. Mit dem vollen 52er-Blatt zählen die Bildkarten wie beim Blackjack 10, das Ass bleibt bei 11. Sprecht die Werte ab, bevor die erste Karte fällt. Ein Streit über den König mitten in der Runde ist nicht zu gewinnen, weil beide Seiten eine Quelle haben.

2.5

Was eine Hand noch verträgt. Wir haben für ein volles 32er-Blatt ausgezählt, wie viele Karten eine Summe noch aufnehmen kann, ohne über 21 zu gehen. Bei 12 sind es 24 von 32 Karten, bei 13 noch 20, bei 14 noch 16. Von 15 bis 17 bleibt es bei denselben zwölf Karten, nämlich den Bildern, denn eine 5 oder 6, die den Unterschied machen würde, gibt es nicht. Bei 18 sind es acht, bei 19 nur noch die vier Buben, und mit 20 verkauft dich jede Karte. Wer bei 15 noch kauft, geht also genau dasselbe Risiko ein wie bei 17. Beim Blackjack wird jede Stufe gefährlicher.

Regel 3 · Die Bank und die Einsätze

3.1

Das Banco. Vor der Runde legt der Bankhalter einen Betrag vor sich, das Banco. Danach setzen die anderen, zusammen aber nie mehr, als in der Bank liegt. So kann die Bank jede Runde bezahlen.

3.2

Va banque. Will ein Spieler den gesamten Bankbetrag auf einmal riskieren, sagt er „Va banque“ oder „Banco“. Dann darf in dieser Runde niemand sonst setzen.

3.3

Gewinne bleiben liegen. Solange der Bankhalter die Bank hält, darf er nichts herausnehmen. Erst wenn er sie abgibt, gehört ihm, was darin liegt. Das klingt streng, schützt aber die Mitspieler. Sonst könnte der Halter nach zwei guten Runden seinen Gewinn einstecken, und niemand hätte mehr die Chance, ihn zurückzuholen.

3.4

Wann die Bank weitergeht. Das ist Absprache. Üblich sind eine feste Zahl von Runden pro Bankhalter, danach wandert die Bank im Uhrzeigersinn weiter, oder ein Wechsel, sobald die Bank gesprengt ist, also leer gespielt. Die Runden-Regel ist am Familientisch die fairere, und der Grund steht in Regel 5: Die Bank spielt zuletzt und gewinnt bei Gleichstand. Wer sie nie hält, spielt den ganzen Abend gegen diesen Vorteil an.

3.5

Worum gespielt wird. Zu Hause meist um Streichhölzer, Spielmarken oder Kleingeld. Legt vorher eine Obergrenze für einzelne Einsätze fest, denn wenn nachgesetzt werden darf, wächst ein Einsatz schneller, als man denkt.

Regel 4 · Ablauf einer Runde

4.1

Austeilen. Haben alle gesetzt, bekommt jeder Spieler zwei verdeckte Karten, die Bank nur eine, ebenfalls verdeckt. Manche Runden geben zuerst nur eine Karte an jeden und lassen dann kaufen, so beschreiben es auch ältere Regelbücher. Welche Form gilt, legt ihr vor der ersten Runde fest.

4.2

Kaufen. Der Spieler links von der Bank beginnt. Er verlangt Karte um Karte, bis er glaubt, nah genug an 21 zu sein, und sagt dann, dass er bleibt. Kommt er dabei über 21, hat er sich verkauft: Er deckt auf, verliert seinen Einsatz sofort und ist für diese Runde tot. Danach kommt der Nächste an die Reihe.

4.3

Nachsetzen beim Kaufen. Eine verbreitete Variante erlaubt, vor jeder gekauften Karte den Einsatz zu erhöhen. Mindestens um den ersten Einsatz, höchstens so weit, dass sich der aktuelle Einsatz verdoppelt: Wer 1 Euro gesetzt und einmal um 1 Euro erhöht hat, muss beim nächsten Mal auf mindestens 3 Euro gehen und darf höchstens auf 4 Euro. Eine andere Fassung lässt beliebig erhöhen, verlangt dafür aber, dass nach jeder Erhöhung noch eine Karte genommen wird. Das verhindert, dass jemand mit sicheren 21 den Topf ausreizt.

4.4

Die Bank spielt zuletzt. Erst wenn alle fertig sind, deckt der Bankhalter seine Karte auf, zieht die zweite und dann so viele weitere, wie er will. Eine feste Ziehregel wie für den Dealer im Casino gibt es nicht. Der Bankhalter entscheidet selbst, und das ist der eigentliche Reiz: Er sieht, wer sich verkauft hat und wie viele Karten jeder gekauft hat, aber nicht, welche Summen hinter den verdeckten Händen stehen.

4.5

Bluffen. Weil die Hände verdeckt bleiben, kann ein Spieler nach zwei Karten stehen bleiben, obwohl er erst 13 hat, und darauf setzen, dass die Bank ihm eine 19 zutraut und sich beim Nachziehen verkauft. Umgekehrt sieht die Bank, wie viele Karten jemand gekauft hat, und zieht daraus ihre Schlüsse. Beim Blackjack gibt es beides nicht.

Regel 5 · Was schlägt was: die Regeln der Wertung

5.1

Die Bank verkauft sich. Kommt die Bank über 21, gewinnen alle, die noch im Spiel sind, ihren Einsatz einfach. Wer sich vorher selbst verkauft hat, bleibt verloren.

5.2

Die Bank bleibt stehen. Dann gewinnt nur, wer mindestens einen Punkt mehr hat als die Bank. Wer gleich viel oder weniger hat, zahlt.

5.3

Geborene Einundzwanzig. Ass und Zehn als erste zwei Karten sind die beste gewöhnliche Hand und gewinnen in vielen Runden doppelt. Hat die Bank selbst 21 aus zwei Karten, zahlen die Spieler doppelt. In manchen Runden zahlt dann nur einfach, wer ebenfalls eine geborene Einundzwanzig hält. Ältere Regeln kennen diese Ausnahme nicht: Im Regelbuch von 1890 zahlt gegen die geborene 21 der Bank jeder doppelt, gleich was er hält. Wo die Ausnahme gilt, genießt ein Spieler mit 21 aus drei oder vier Karten diesen Schutz nicht.

5.4

Feuer. Zwei Asse ergeben rechnerisch 22 und wären nach Regel 2 verkauft. Im 32er-Blatt gelten sie trotzdem vielfach als beste Hand überhaupt, ein Regelbuch von 1890 zählt sie als 21. Ob Feuer doppelt oder einfach gewinnt, ist Absprache.

5.5

Fünf Karten. Zwei Sonderregeln kursieren, und sie widersprechen sich. Nach der einen gewinnt im 32er-Blatt jede Hand aus fünf Karten sofort, nach der anderen nur eine Hand aus fünf Bildkarten. Fünf Bildkarten kommen auf höchstens 19 Punkte, verkaufen kann man sich damit also nie. Wenn ihr eine der beiden Regeln spielen wollt, sagt vorher, welche.

Regelfall Fall 50

Du hast zwei Asse, also 22. Der Bankhalter will deinen Einsatz einziehen, weil du dich verkauft hättest.

Entscheidung

Er darf nicht einziehen, sofern am Tisch nichts anderes vereinbart war. In den Beschreibungen, die wir geprüft haben, gelten zwei Asse als Feuer und damit als Gewinnhand, im Regelbuch von 1890 zählen sie als 21. Offen ist nur die Höhe: Ist nichts abgesprochen, gewinnst du einfach, nicht doppelt.

Regelfall Fall 51

Du bleibst mit 19 stehen. Der Bankhalter kauft sich ebenfalls auf 19 und sagt, das reiche ihm.

Entscheidung

Die Bank gewinnt. Ein Spieler muss mindestens einen Punkt mehr haben als der Bankhalter, so steht es in der gängigen Grundregel wie im Regelbuch von 1890. Nur wo vorher ausdrücklich vereinbart ist, dass ein Gleichstand neu ausgespielt wird, bleibt dein Einsatz liegen. Am Blackjack-Tisch einer Spielbank bekämst du ihn zurück.

Regel 6 · Woher das Spiel kommt

6.1

Spanien. Das älteste Zeugnis für ein Kartenspiel auf 21 Punkte stammt aus Spanien. Ein Wörterbuch von 1611 nennt „veinte y uno“, und Miguel de Cervantes lässt in seiner Novelle „Rinconete y Cortadillo“ zwei junge Falschspieler auf dem Weg nach Sevilla in einem Gasthaus, der Venta del Molinillo, ausgerechnet bei diesem Spiel einen Maultiertreiber ausnehmen. Dort zählt das Ass bereits 1 oder 11.

6.2

Frankreich. Als „vingt-un“ wurde das Spiel im 18. Jahrhundert in Frankreich Mode, auch am Hof Ludwigs XV. Gedruckte französische Regeln erschienen erst 1817.

6.3

Deutschland. Hier kam das Spiel in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an und lief unter vielen Namen: Einundzwanzig, Hopsen, Siebzehn und Vier, oft einfach französisch Vingt-un. Die ersten deutschen Regeln stehen 1821 in einem Spielbuch aus Lüneburg mit dem Titel „Das neue königliche L’Hombre“. Der Name, der sich durchgesetzt hat, ist schlicht die Rechnung, die zum Ziel führt: 17 plus 4 ergibt 21.

6.4

Vom Küchentisch in die Spielbank. Aus dem englischen und amerikanischen Zweig der Familie wurde Blackjack. Die Spielbank Stuttgart nennt Blackjack in ihrer Spielerklärung „die Casinoversion des Kartenspiels ‚17 und 4‘“, die Spielbanken Bayern schreiben, das Grundsystem sei in Europa als „17 und 4“ bekannt. Dieselbe bayerische Regelseite erzählt auch die bekannte Geschichte, der Name Black Jack gehe auf eine Sonderprämie für Pik-Ass mit Pik-Bube zurück. Der französische Kartenhistoriker Thierry Depaulis hat 2010 nachgezeichnet, dass der Name eher bei Goldsuchern am Klondike in den Jahren 1896 bis 1899 aufkam. Einen Beleg für die Pik-Prämie fand er nicht.

Regel 7 · Der Unterschied zwischen 17 und 4 und Blackjack

7.1

In einem Satz. Blackjack ist das Hausspiel mit einer Bank, die nichts mehr entscheidet, und mit Spielern, die dafür mehr dürfen. Die rechte Spalte folgt den Tischregeln, die du oben eingestellt hast.

Siebzehn und Vier und Blackjack im direkten Vergleich
MerkmalSiebzehn und Vier zu HauseBlackjack an deinem Tisch
Blatt32 Karten (Skatblatt) oder 52 Karten6 Decks zu je 52 Karten
Asszählt 11zählt 1 oder 11
BildkartenKönig 4, Dame 3, Bube 2 (im 32er-Blatt)je 10
Beste HandAss und Zehn, zwei Asse als Feuer nach AbspracheBlackjack: Ass und Zehnerkarte
Wer die Bank hältwechselt unter den Mitspielernimmer das Haus
Spiel der Bankzieht nach eigenem Ermessenzieht bis 16, steht ab 17, auch auf weicher 17
Karten der Spielerverdeckt, Bluffen möglichoffen
Verdoppelnnicht vorgesehen, oft Nachsetzen beim Kaufennur auf 9, 10 oder 11
Teilen von Paarennicht vorgesehenerlaubt, Asse bekommen je eine Karte
Gleichstandgewinnt meist die BankEinsatz zurück
21 aus zwei Kartenmeist doppeltBlackjack zahlt 3 zu 2
Bank hat 21 aus zwei KartenSpieler zahlen doppelt, in manchen Runden außer mit eigener geborener 21dein Einsatz ist verloren, ein eigener Blackjack bleibt stehen
Versicherung, Aufgebengibt es nichtVersicherung ja, Aufgeben nein
7.2

Die Bank entscheidet nicht mehr. Der größte Unterschied steckt in einer Zeile der Tabelle. Der Dealer in der Spielbank hat keine Wahl, er zieht bis 16 und steht ab 17, in allen 40 deutschen Spielbanken, deren Regeltext wir ausgewertet haben. Beim Hausspiel entscheidet der Bankhalter nach Gefühl. Damit fällt beim Blackjack das Bluffen weg, und an seine Stelle tritt Rechnen: Weil der Dealer berechenbar ist, gibt es für jede Hand einen besten Zug. Welcher das ist, zeigt die Blackjack-Tabelle. Was der Dealer genau darf, steht in den Dealer-Regeln.

7.3

Offene Karten. In der Spielbank gibt der Dealer deine Karten offen aus, so steht es etwa in den Spielregeln der Spielbanken Bayern. Du verrätst also nichts, und der Dealer könnte mit dem Wissen ohnehin nichts anfangen.

7.4

Mehr Züge für dich. Verdoppeln, Teilen und die Versicherung kennt die Grundregel des Hausspiels nicht. Das Nachsetzen beim Kaufen ist der nächste Verwandte des Verdoppelns, aber großzügiger: Du darfst danach weiterkaufen, beim Blackjack bekommst du nach dem Verdoppeln genau eine Karte.

7.5

Gleichstand und Auszahlung. Beim Blackjack ist ein Gleichstand ein Push, der Einsatz bleibt dir. Der Blackjack selbst zahlt 3 zu 2, die geborene Einundzwanzig beim Hausspiel oft doppelt. Das klingt nach dem besseren Geschäft am Küchentisch. Die Gleichstandsregel holt es zurück: Jede Runde, die beim Blackjack ein Push wäre, verlierst du beim Hausspiel.

7.6

Zwei Zahlen zum Blatt. Eine geborene Einundzwanzig ist im 32er-Blatt seltener als ein Blackjack: Nach unserer Rechnung kommen Ass und Zehn in 3,2 von 100 Runden als erste zwei Karten, Feuer in 1,2. Beim Blackjack mit sechs Decks liegt die Chance auf einen Blackjack bei 4,75 %. Dafür ist die hohe Hand im kurzen Blatt robuster. Mit 17 verträgt eine Blackjack-Hand aus einem vollen Deck noch 16 von 52 Karten, knapp 31 %, im Skatblatt sind es 12 von 32, genau 37,5 %.

Regelfall Fall 52

Die Bank deckt Ass und Zehn auf. Du hast ebenfalls 21, aber aus drei Karten.

Entscheidung

Du zahlst doppelt. Wo die Ausnahme gespielt wird, nur einfach zu zahlen, gilt sie allein für eine geborene Einundzwanzig aus zwei Karten, und 21 aus drei Karten ist gegen die 21 der Bank eine gewöhnliche Hand. Am Blackjack-Tisch einer deutschen Spielbank verlierst du in derselben Lage ebenfalls, in der Regel aber nur den einfachen Einsatz. Hast du vorher verdoppelt, ist nach der üblichen europäischen Regel auch der zweite Einsatz weg.

Häufige Fragen

Wie viele Punkte zählt der König bei 17 und 4?

Im Skatblatt mit 32 Karten zählt der König 4 Punkte, die Dame 3 und der Bube 2. Manche Familien spielen mit König 2, Dame und Bube je 1, so steht es auch in einem Regelbuch von 1890. Wird mit allen 52 Karten gespielt, zählen die Bildkarten wie beim Blackjack 10. Welche Zählung gilt, sprecht ihr vor der ersten Runde ab.

Was ist der Unterschied zwischen 17 und 4 und Blackjack?

Beim Hausspiel entscheidet der Bankhalter frei, wann er aufhört, die Karten der Spieler liegen verdeckt, und bei Gleichstand gewinnt meist die Bank. Beim Blackjack zieht der Dealer nach festen Regeln, du darfst verdoppeln und teilen, und ein Gleichstand gibt dir den Einsatz zurück. Dazu kommen andere Kartenwerte, sobald das kurze Blatt benutzt wird.

Mit welchen Karten spielt man Siebzehn und Vier?

Mit einem Skatblatt zu 32 Karten oder mit einem vollen französischen Blatt zu 52 Karten. Im Skatblatt fehlen die Zahlenkarten 2 bis 6, deshalb zählen die Bildkarten dort nur 2 bis 4 Punkte. Beides ist verbreitet. Mit vielen Mitspielern ist das große Blatt praktischer, weil sonst mitten in der Runde die Karten ausgehen.

Zählt das Ass bei Siebzehn und Vier 1 oder 11?

In den deutschen Regelbeschreibungen zählt das Ass fest 11 Punkte, im 32er-Blatt wie im 52er-Blatt. Anders als beim Blackjack kann es nicht auf 1 fallen. Wer mit 11 oder mehr ein Ass kauft, hat sich verkauft. Die einzige Ausnahme sind zwei Asse als erste Karten, das sogenannte Feuer.

Was passiert bei zwei Assen?

Zwei Asse heißen Feuer. Rechnerisch sind es 22 Punkte, trotzdem gelten sie im 32er-Blatt vielfach als beste Hand. Ob Feuer doppelt oder einfach gewinnt, hängt von der Absprache ab. Ohne Absprache ist die einfache Auszahlung die Lösung, bei der niemand übervorteilt wird.

Wer gewinnt bei Gleichstand?

Meist die Bank. Ein Spieler gewinnt nur, wenn er mindestens einen Punkt mehr hat als der Bankhalter, so steht es in der gängigen Grundregel und schon in einem Regelbuch von 1890. Manche spielen den Gleichstand stattdessen neu aus und lassen den Einsatz liegen. Beim Blackjack bekommst du bei Gleichstand deinen Einsatz zurück.

Darf man bei 17 und 4 verdoppeln oder teilen?

In der Grundregel nicht. Verdoppeln und Teilen sind Erfindungen des Casino-Spiels. Eine verbreitete Variante erlaubt aber, vor jeder gekauften Karte den Einsatz zu erhöhen, mindestens um den ersten Einsatz und höchstens bis zum Doppelten. Das ist die Hausform des Verdoppelns, nur ohne die Beschränkung auf eine einzige Karte.

Was bedeutet „sich verkaufen“?

Sich verkaufen heißt, mit einer gekauften Karte über 21 Punkte zu kommen. Wer sich verkauft, ist tot: Er deckt sofort auf und verliert seinen Einsatz, auch wenn sich die Bank später ebenfalls verkauft. Im Blackjack sagt man dazu überkaufen oder Bust.

Wie oft wechselt die Bank?

Das ist Absprache. Üblich sind eine feste Zahl von Runden pro Bankhalter, danach geht die Bank im Uhrzeigersinn weiter, oder ein Wechsel, sobald die Bank gesprengt ist. Weil die Bank bei Gleichstand gewinnt und zuletzt spielt, sollte am Familientisch jeder gleich oft an die Reihe kommen.

Bei welcher Punktzahl sollte man keine Karte mehr kaufen?

Eine feste Grenze gibt es nicht, aber das Blatt setzt sie dir. Im vollen 32er-Blatt vertragen 15, 16 und 17 nur noch die zwölf Bildkarten, bei 18 bleiben acht, bei 19 nur die vier Buben. Mit 20 verkauft dich jede Karte. Ob sich das Risiko lohnt, hängt davon ab, was die Bank vermutlich hält.

Wie viele Spieler können mitspielen?

Mindestens zwei, ein Bankhalter und ein Gegenspieler. Nach oben begrenzt das Blatt die Runde: Jeder braucht zwei bis vier Karten, mit 32 Karten wird es bei sechs oder mehr Leuten knapp. Für große Runden nehmt das volle Blatt oder mischt zwei Skatblätter zusammen.

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