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Schau auf das Schild am Tisch oder in die Hausregeln der Spielbank und stell hier ein, was dort steht. Regeln, Tabelle und Rechner auf allen Seiten folgen dann diesen Tischregeln. Gespeichert wird nur in deinem Browser.

Papercut-Illustration: ein Raster aus roten, blauen, gelben und schwarzen Papierkacheln wie eine Strategietabelle, davor eine Herz-Sechs und eine Pik-Zehn

Blackjack Tabelle: die Basisstrategie für deinen Tisch lernen

Du hast Ass und 7, der Dealer zeigt eine 9. Die meisten bleiben stehen, die Blackjack Tabelle sagt: ziehen. Sie zeigt für jede Hand den Zug, der auf lange Sicht am wenigsten kostet, und heißt deshalb auch Blackjack Basic Strategy. Diese Tabelle ist nicht aus einem Buch abgeschrieben, sondern für die Regeln berechnet, die oben für deinen Tisch eingestellt sind.

Stand:

Die vollständige Blackjack Tabelle

Mit dem Simulator üben

Regel 1 · So liest du die Blackjack Tabelle

1.1

Zeile und Spalte. Links steht deine Hand, oben die offene Karte des Dealers. Wo sich beide treffen, steht dein Zug. Das Ass des Dealers steht ganz rechts, weil es seine stärkste Karte ist.

1.2

Erst Paare, dann weich, dann hart. Hast du zwei gleiche Karten, schaust du zuerst bei den Paaren nach. Hast du ein Ass, das noch als 11 zählt, gilt die Zeile der weichen Hände. Alles andere ist eine harte Hand. Diese Reihenfolge ist wichtig: Zwei Achten sind eine harte 16, aber in der Tabelle suchst du sie bei den Paaren.

1.3

Die Kürzel. Z heißt ziehen, S stehen, Sp splitten. Bei V verdoppelst du, und wenn das nicht erlaubt ist, ziehst du. Bei Vs verdoppelst du ebenfalls, bleibst aber stehen, wenn du nicht verdoppeln darfst. Erlauben deine Tischregeln das Aufgeben, steht dort A. Weil die Felder zusätzlich zu den Buchstaben mit Mustern markiert sind, lässt sich die Tabelle auch schwarz-weiß ausdrucken.

1.4

Das kleine Eck. Manche Felder haben rechts oben eine schwarze Ecke. Dort liegen der beste und der zweitbeste Zug fast gleichauf, der Unterschied beträgt weniger als ein halbes Prozent des Einsatzes. Solche knappen Fälle sind keine Fehler der Tabelle. Sie zeigen nur, wo es auf die genaue Regel ankommt.

1.5

Der Rahmen. Stellst du oben einen anderen Tisch ein, bekommen die Felder einen Rahmen, die sich gegenüber dem deutschen Normalfall ändern. So siehst du auf einen Blick, was deine Tischregel an der Black Jack Tabelle verschiebt.

1.6

Ein Beispiel für Einsteiger. Du hast 9 und 7, der Dealer zeigt eine 10. Kein Paar, kein Ass, also suchst du bei den harten Händen die Zeile 16 und gehst nach rechts bis zur Spalte 10. Dort steht Z, an den Standard-Tischregeln mit einer kleinen Ecke: ziehen, aber knapp. Erlaubt dein Tisch das Aufgeben, steht an dieser Stelle A. Ziehst du eine 3, hast du 19, und in Zeile 19 steht in jeder Spalte S. Mehr musst du für eine Hand nicht nachsehen.

Regel 2 · Die Basisstrategie in fünf Sätzen

2.1

Ab 17 stehen. Eine harte 17 oder mehr ziehst du nie weiter, egal was der Dealer zeigt. Mit einer weichen 19 oder 20 bleibst du fast immer stehen, die einzige Ausnahme ist Ass und 8 gegen eine 6 an Tischen, an denen jede Hand verdoppelt werden darf und der Dealer auf weicher 17 zieht oder nur mit einem Deck gespielt wird.

2.2

12 bis 16 gegen 2 bis 6: stehen. Zeigt der Dealer eine kleine Karte, muss er oft zwei oder drei Karten ziehen und überkauft sich dabei häufig. Mit einer 5 oder 6 passiert ihm das in mehr als 40 von 100 Fällen. Die einzige Ausnahme: Mit 12 ziehst du gegen eine 2 und gegen eine 3.

2.3

12 bis 16 gegen 7 bis Ass: ziehen. Gegen die starken Karten steht der Dealer am Ende meist mit 17 oder mehr da, und dann verliert jede Hand unter 17. Ziehen ist hier kein Mut, sondern die kleinere Niederlage.

2.4

Mit 10 und 11 verdoppeln. Mit den Standard-Tischregeln verdoppelst du mit 10 und 11 gegen jede Dealerkarte von 2 bis 9 und mit 9 gegen 3 bis 6. Mit 10 ziehst du gegen 10 und Ass an jedem Tisch. Mit 11 gegen eine 10 ziehst du nur, weil der Dealer an deinem Tisch seine zweite Karte erst nach dir bekommt und sein Blackjack auch den verdoppelten Einsatz nimmt.

2.5

Asse und Achten splitten, Zehnen und Fünfen nie. Zwei Asse und zwei Achten teilst du gegen fast alles, zwei Zehnen bleiben als 20 zusammen, zwei Fünfen spielst du wie eine 10. Die übrigen Paare hängen von der Dealerkarte ab und stehen in der Tabelle.

Diese fünf Sätze decken den Großteil der 350 Felder ab. Den Rest liefert die Tabelle, und genau dort entstehen die typischen Fehler.

Regel 3 · Harte Hände: die Tabelle Zeile für Zeile

3.1

5 bis 8: immer ziehen. Mit 8 oder weniger kann dich die nächste Karte nicht überkaufen, und für ein Verdoppeln ist die Summe zu schwach. Bei 2 bis 8 Decks ziehst du in diesen Zeilen deshalb in jeder Spalte. Nur an einem Tisch mit einem einzigen Deck, an dem jede Hand verdoppelt werden darf, wird 8 gegen 5 und 6 zum Verdoppeln.

3.2

9: verdoppeln gegen 3 bis 6, wo dein Tisch es erlaubt. Bei mehreren Decks ist die 9 die schwächste Summe, mit der sich Verdoppeln lohnt, und das nur gegen die kleinen Dealerkarten. Gegen eine 2 ziehst du bei 4 bis 8 Decks, der Abstand beträgt bei 6 Decks aber nur 0,7 Prozent des Einsatzes. Mit 1 oder 2 Decks wird auch die 2 zum Verdoppeln. Gegen 7 und höher ziehst du ebenfalls, weil du mit genau einer weiteren Karte zu oft bei einer Summe hängen bleibst, die gegen eine starke Dealerkarte verliert.

3.3

10 und 11: verdoppeln, bei den Standard-Tischregeln außer gegen 10 und Ass. Hier stehen die wertvollsten Verdopplungen der Tabelle. An den Standard-Tischregeln bringt Verdoppeln mit 11 gegen eine 6 im Schnitt 68 Cent pro Euro Einsatz, einfaches Ziehen nur 34. Gegen eine 10 wird es eng: Mit 11 liegt Ziehen dort gerade gut 2 Cent vor dem Verdoppeln. Warum das an Tischen ohne verdeckte Karte so ist, steht in Regel 2.

3.4

12: die Ausnahmezeile. Die 12 ist die einzige harte Summe zwischen 12 und 16, mit der du auch gegen kleine Karten ziehst, nämlich gegen 2 und 3. Überkaufen kann dich mit 12 nur eine Zehnerkarte, und die kommt in weniger als einem Drittel der Fälle. Gegen eine 4 ist Stehen schon wieder besser, allerdings so knapp, dass das Feld eine Ecke trägt.

3.5

13 bis 16: die teuerste Gegend. Die harten Summen von 12 bis 16 liegen in fast 37 von 100 Runden als Starthand vor dir, in knapp 23 davon gegen eine 7 oder höher. Keine andere Gegend der Tabelle kommt so oft vor, und kaum eine verliert so zuverlässig. 16 gegen eine 10 kostet dich im Schnitt 57 Cent pro Euro, ob du ziehst oder stehst. Die Tabelle wählt hier nur zwischen zwei Verlusten.

3.6

17 und mehr: stehen. Ab 17 bleibst du stehen, auch wenn es wehtut. Eine harte 17 gegen ein Ass verliert im Stehen im Schnitt 64 Cent pro Euro und gehört damit zu den schlechtesten Händen, mit denen du stehen bleibst. Ziehen wäre mit 69 Cent trotzdem teurer, weil dich jede Karte ab der 5 überkauft. Nur wenn der Dealer auf weicher 17 zieht und Aufgeben erlaubt ist, gibst du diese Hand auf.

Regel 4 · Weiche Hände: wenn das Ass noch 11 zählt

4.1

Warum weich anders ist. Mit einem Ass, das als 11 zählt, kann dich die nächste Karte nicht überkaufen. Wird die Summe zu hoch, zählt das Ass eben 1. Deshalb ziehst du mit weichen Händen öfter als mit harten derselben Summe. Ass und 6 ist zwar eine 17, stehen bleibst du mit ihr aber an keinem Tisch.

4.2

Weiche 13 bis 17. An deinem Tisch darfst du diese Hände nicht verdoppeln, also ziehst du mit Ass und 2 bis Ass und 6 in jeder Spalte. Gerade hier hilft der Rahmen in der Tabelle, denn kaum ein Bereich ändert sich so stark mit der Verdoppel-Regel.

4.3

Weiche 18. Ass und 7 ist die Zeile mit den meisten Überraschungen. Gegen 2 bis 8 bleibst du stehen, gegen 9 und 10 ziehst du. Gegen ein Ass ziehst du fast überall, nur bei einem Deck und Stehen auf weicher 17 bleibst du stehen. Gegen eine 9 verliert Stehen im Schnitt 18 Cent pro Euro, Ziehen nur 10: Eine 18 ist gegen die 9 zu wenig, und überkaufen kannst du dich mit der nächsten Karte nicht. Gegen ein Ass liegen beide Züge fast gleichauf, das Feld trägt eine Ecke. An Tischen, an denen jede Hand verdoppelt werden darf, kommt gegen die kleinen Karten das Verdoppeln dazu.

4.4

Weiche 19 und 20. Ass und 9 bleibt an jedem Tisch gegen jede Karte stehen. Für Ass und 8 gilt dasselbe, bis auf die eine Ausnahme aus Regel 2.

Regel 5 · Paare: teilen oder zusammen spielen

5.1

Wann es ein Paar ist. Ein Paar sind zwei Karten mit gleichem Wert als erste zwei Karten. Die Spielbanken Hamburg und Berlin schreiben von gleichwertigen Karten, dort ist also auch König und Dame ein Paar. In der Tabelle stehen alle Paare aus Zehnerkarten deshalb in einer Zeile.

5.2

Achten und Asse. Zwei Achten sind eine harte 16 und damit eine der schlechtesten Starthände. Gegen eine 6 verliert die 16 im Stehen im Schnitt 16 Cent pro Euro. Geteilt gewinnen die zwei Hände zusammen 41 Cent, gemessen am ursprünglichen Einsatz. Gegen 10 und Ass ziehst du an deinem Tisch trotzdem mit zwei Achten, oder du gibst meist auf, wo es erlaubt ist. Gegen ein Ass ziehst du auch mit zwei Assen. Der Grund: Ein Blackjack des Dealers würde beide Einsätze nehmen. Die Einzelheiten stehen in Regel 6.

5.3

Zweien, Dreien, Sechsen und Siebenen. Diese Paare teilst du gegen kleine Dealerkarten, weil jede Hälfte gegen einen schwachen Dealer gute Aussichten hat. Bei 6 Decks und Verdoppeln nach dem Split, wie an deinem Tisch: Zweien, Dreien und Siebenen gegen 2 bis 7, Sechsen gegen 2 bis 6.

5.4

Vieren und Fünfen. Zwei Fünfen sind eine 10 und werden auch so gespielt: verdoppeln gegen 2 bis 9. Zwei Vieren teilst du bei 6 Decks nur gegen 5 und 6 und nur dann, wenn Verdoppeln nach dem Split erlaubt ist. Sonst ziehst du mit ihnen wie mit einer harten 8.

5.5

Neunen und Zehnen. Zwei Neunen teilst du gegen 2 bis 9, nur nicht gegen eine 7. Mit der 7 landet der Dealer in mehr als einem Drittel der Fälle genau auf 17, und gegen diese 17 gewinnt deine 18. Gegen 10 und Ass bleibst du fast immer ebenfalls stehen. Zwei Zehnen teilst du nie: Eine 20 gegen eine 6 bringt dir im Stehen im Schnitt 70 Cent pro Euro, geteilt nur 45.

Regel 6 · Warum die Blackjack Strategie Tabelle von deinem Tisch abhängt

6.1

Eine Tabelle für alle Tische gibt es nicht. Die meisten Tabellen im Netz sind für amerikanische Tische gerechnet, mit verdeckter Dealerkarte und Verdoppeln auf jede Hand. In deutschen Spielbanken gelten andere Regeln, und eine Blackjack Strategie Tabelle, die das ignoriert, liegt in mehreren Feldern falsch.

6.2

Verdoppeln auf jede Hand. Erlaubt dein Tisch das Verdoppeln mit jeder Hand aus zwei Karten, ändern sich 18 Felder, alle bei den weichen Händen. Ass und 6 gegen eine 3 zum Beispiel wird dann vom Ziehen zum Verdoppeln.

6.3

Die verdeckte Karte. Prüft der Dealer gleich zu Beginn auf Blackjack, ändern sich 4 Felder: 11 gegen 10 wird zum Verdoppeln, und Achten gegen 10 und Ass sowie Asse gegen Ass werden wieder gesplittet. Das sind genau die Hände, bei denen ein nachträglicher Blackjack des Dealers einen zusätzlichen Einsatz kosten würde.

6.4

Verdoppeln nach dem Split. Ist es verboten, lohnt sich das Splitten kleiner Paare seltener. 7 Felder wechseln dann vom Splitten zum Ziehen, etwa zwei Vieren gegen 5 und 6.

6.5

Aufgeben. Ist Aufgeben erlaubt, kommen 6 Felder dazu, in denen du die Hand abgibst und den halben Einsatz zurückbekommst, an Tischen ohne verdeckte Karte nur, wenn der Dealer keinen Blackjack hat. Allen voran betrifft das 16 gegen 9, 10 und Ass.

6.6

Die weiche 17 und die Deckzahl. Hier wird es überraschend. An einem Tisch mit Verdoppeln nur auf 9 bis 11 und ohne verdeckte Karte ändert die Regel für die weiche 17 kein einziges Feld der Tabelle, sie verschlechtert aber den Hausvorteil um gut zwei Zehntel Prozentpunkte. Auch 4 oder 8 statt 6 Decks lassen die Tabelle unverändert. Bei 2 Decks ändern sich 3 Felder, bei einem einzelnen Deck 7.

Regel 7 · Hausvorteil und Gewinnchancen: was die Tabelle wert ist

7.1

Welche Hände vorkommen. Von 100 Starthänden sind im Schnitt 71 harte Hände ohne Paar, rund 14,5 Paare, 9 bis 10 weiche Hände und knapp 5 ein Blackjack. Die harten Hände decken also fast drei Viertel aller ersten Entscheidungen ab. Wer die Tabelle lernt, gewinnt dort am schnellsten.

7.2

Mit und ohne Tabelle. Mit der Tabelle bleiben an den Standard-Tischregeln 0,61 Prozent jedes Einsatzes beim Haus. Wer nach der Tabelle spielt, aber mit jeder harten 12 oder mehr stehen bleibt, um sich nie zu überkaufen, gibt laut unserer Berechnung 4,04 Prozent ab. Wer einfach den Dealer nachahmt, 5,68. Mit solchen Faustregeln verlierst du also sechs- bis neunmal so viel. Die Rechnung dahinter steht bei der Strategie.

7.3

Was ein einzelnes Feld wert ist. Rechne ein paar Felder in Euro um, dann siehst du, wo es sich zu lernen lohnt. Die Beträge gelten für 10 Euro Einsatz an den Standard-Tischregeln und sind Durchschnittswerte über sehr viele gleiche Hände.

Was ein falscher Zug im Schnitt kostet, bei 10 € Einsatz
HandRichtigFalschKosten
Zwei Achten gegen eine 6splittenstehen5,63 €
11 gegen eine 6verdoppelnziehen3,38 €
Ass und 6 gegen eine 6ziehenstehen1,17 €
16 gegen eine 10ziehenstehen0,05 €
7.4

Klare Fälle zuerst. Die Felder mit Ecke kosten dich fast nichts, die klaren Fehler dagegen viel. Wer lernt, sollte deshalb zuerst die eindeutigen Felder sicher beherrschen und sich um die knappen zuletzt kümmern. Der Simulator hilft dabei, weil er genau die Hände wiederholt, die du falsch hattest.

7.5

Kein Gewinnsystem. Auch perfekt gespielt bleibt der Vorteil beim Haus. Die Tabelle ist ein Werkzeug gegen teure Fehler und keine Methode, um zu gewinnen. Setz dir vorher einen Betrag, den du verlieren kannst, und hör auf, wenn er weg ist. Wer merkt, dass das Spielen zu viel Raum einnimmt, erreicht die kostenlose Beratung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter 0800 1 37 27 00.

Regel 8 · Die Blackjack Tabelle lernen, ohne 350 Felder zu pauken

8.1

In Gruppen lernen. Wer die Blackjack Tabelle lernen will, fängt mit den harten Händen von 12 bis 16 an. Sie kommen am häufigsten vor, und zusammengerechnet kosten Fehler hier am meisten, auch wenn der einzelne Fehler nicht der teuerste ist. Danach folgen Verdoppeln mit 9 bis 11, dann die Paare, zum Schluss die weichen Hände.

8.2

Muster statt Felder. Die Tabelle besteht aus wenigen großen Flächen. Rechts unten ziehen, links unten stehen, dazwischen eine klare Grenze bei der 7 des Dealers. Wer diese Grenzen einmal gesehen hat, muss die meisten Felder nicht mehr einzeln lernen. Die Ausnahmen sind es, die du wirklich üben musst. Wer die Black Jack Tabelle so liest, sieht nach ein paar Tagen vor allem die Ränder der Flächen.

8.3

Mit dem Simulator üben. Der Blackjack Simulator fragt die Felder für deine Tischregeln ab, 20 Hände pro Runde, und mischt in die nächste Runde bis zu sechs der Hände, die du falsch hattest. Das ist schneller als jedes Durchlesen, weil du die Entscheidung selbst treffen musst.

8.4

Ausdrucken und mitnehmen. Der Knopf über der Tabelle druckt deine Blackjack Strategie Tabelle für die eingestellten Tischregeln auf eine Seite im Querformat. Ob du sie am Tisch benutzen darfst, entscheidet das Haus. In den veröffentlichten Regeltexten deutscher Spielbanken haben wir dazu nichts gefunden, frag im Zweifel vorher nach.

Regel 9 · Woher die Basisstrategie kommt und wie diese Tabelle berechnet ist

9.1

1956. Roger Baldwin, Wilbert Cantey, Herbert Maisel und James McDermott veröffentlichten im „Journal of the American Statistical Association" den Aufsatz „The Optimum Strategy in Blackjack". Sie hatten die Züge mit mechanischen Tischrechnern bestimmt, über Jahre hinweg. Ihre Tabelle war der erste Beweis, dass sich Blackjack berechnen lässt.

9.2

1962. Der Mathematiker Edward O. Thorp rechnete die Strategie mit einem Computer nach und veröffentlichte sie in „Beat the Dealer". Seitdem ist die Blackjack Basic Strategy im Kern unverändert, verfeinert wurden nur die knappen Fälle und die Regelvarianten.

9.3

Diese Tabelle. Wir haben die Basisstrategie für 360 Kombinationen aus Tischregeln selbst berechnet, mit den exakten Wahrscheinlichkeiten eines Schuhs, aus dem deine Karten und die Dealerkarte bereits entnommen sind. Anschließend haben wir die Ergebnisse mit zwei unabhängigen veröffentlichten Tabellenwerken verglichen. Übereinstimmung: 99,1 und 99,98 Prozent der Felder. Die Abweichungen sind knappe Fälle oder beruhen auf anderen Annahmen, etwa wann genau Aufgeben ohne verdeckte Karte gilt.

9.4

Was nicht eingerechnet ist. Die Tabelle gilt für die ersten zwei Karten und für einen frisch gemischten Schuh. Wie weit das Haus vor dem Mischen austeilt, ändert daran fast nichts, ist aber nicht berücksichtigt. Wer Karten zählt, weicht bei bestimmten Zählständen bewusst von der Tabelle ab.

Regel 10 · Fünf Fälle, über die am Tisch gestritten wird

Regelfall Fall 10

Du hast Ass und 7, der Dealer zeigt eine 3. Der Nachbar sagt: verdoppeln. Du darfst an diesem Tisch aber nur mit 9, 10 und 11 verdoppeln.

Entscheidung

Dann bleibst du stehen. Ass und 7 ist eine weiche 18, und gegen eine 3 ist Stehen der beste Zug, den dir dein Tisch erlaubt. Der Nachbar kennt die amerikanische Tabelle, in der hier ein Vs steht: verdoppeln, sonst stehen.

Regelfall Fall 11

Du hast 11, der Dealer zeigt ein Ass. Verdoppeln, weil man mit 11 immer verdoppelt?

Entscheidung

An deinem Tisch nicht. Ohne verdeckte Karte hat der Dealer mit seinem Ass in fast einem Drittel der Fälle noch Blackjack, und dann wären beide Einsätze weg. Ziehen ist hier klar besser.

Regelfall Fall 12

Du ziehst mit 13 gegen eine 7, bekommst eine Zehn und überkaufst dich. Der Spieler neben dir beschwert sich: Die Zehn hätte der Dealer bekommen, er hätte sich überkauft.

Entscheidung

Der Vorwurf ist verständlich, aber falsch. Welche Karte als nächste kommt, weiß niemand am Tisch. Genauso gut hätte deine Karte dem Dealer eine 17 verschafft. Auf lange Sicht ändert kein Spieler mit seinen Zügen die Gewinnchancen der anderen, egal auf welchem Platz er sitzt. Die Blackjack Tabelle gilt deshalb auch für den letzten Platz am Tisch unverändert.

Regelfall Fall 13

Du hast 9 und 3, der Dealer zeigt eine 4. Du ziehst, weil man mit 12 doch zieht.

Entscheidung

Gegen eine 4 bleibst du stehen, allerdings knapp. An den Standard-Tischregeln verliert Stehen mit 9 und 3 im Schnitt 20,8 Cent pro Euro, Ziehen 21,5. Wie knapp das ist, zeigt die Nachbarhand: Mit 10 und 2 wäre Ziehen sogar um einen Zehntelcent besser. Deshalb trägt das Feld eine Ecke. Wer hier zieht, macht einen Fehler, aber einen billigen. Gegen eine 2 und eine 3 ziehst du mit jeder 12.

Regelfall Fall 14

Du hast Ass und 6, der Dealer zeigt eine 6. Du willst mit 17 stehen bleiben, weil sich der Dealer mit der 6 so oft überkauft.

Entscheidung

Zieh. Eine 17 gewinnt gegen den Dealer nur, wenn er sich überkauft, bei jeder anderen Summe steht sie gleich oder verliert. Stehen bringt dir deshalb im Schnitt fast nichts, je nach Tisch zwischen minus einem halben und plus gut einem Cent pro Euro, Ziehen knapp 13: Mit dem Ass kann dich die nächste Karte nicht überkaufen, und oft wird aus der 17 eine 18 bis 21.

Häufige Fragen zur Blackjack Tabelle

Was ist eine Blackjack Tabelle?

Eine Blackjack Tabelle zeigt für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers den Zug, der auf lange Sicht am wenigsten kostet. Sie heißt auch Strategietabelle oder Basisstrategie, im Englischen Basic Strategy.

Ist die Blackjack Tabelle für jeden Tisch gleich?

Nein. Deckzahl, die Regel für die weiche 17, Verdoppeln, Aufgeben und die verdeckte Dealerkarte verändern einzelne Felder. Deshalb berechnet diese Seite die Blackjack Tabelle für die Tischregeln, die oben eingestellt sind.

Welche Blackjack Tabelle gilt in deutschen Spielbanken?

Die veröffentlichten Hausregeln deutscher Spielbanken sehen einen Dealer, der ab 17 steht, meist Verdoppeln nur auf 9 bis 11 und keine verdeckte Dealerkarte vor. Wo die Regeln eine Deckzahl nennen, sind es 6. Genau das sind die Standard-Tischregeln dieser Seite. Einzelne Häuser weichen ab, die Übersicht steht bei den Dealer-Regeln.

Was bedeuten Z, S, V und Sp in der Tabelle?

Z heißt ziehen, S stehen, V verdoppeln (sonst ziehen), Vs verdoppeln (sonst stehen), Sp splitten und A aufgeben. Das kleine Eck in einem Feld markiert einen knappen Fall, bei dem der zweitbeste Zug fast gleichauf liegt.

Wie lange dauert es, die Blackjack Tabelle zu lernen?

Das hängt davon ab, wie du übst. Wer mit den harten Händen von 12 bis 16 anfängt und Fehler gezielt wiederholt, beherrscht den Großteil der Tabelle schnell. Der Blackjack Simulator fragt die Felder für deine Tischregeln ab und wiederholt deine Fehler automatisch.

Darf ich die Blackjack Tabelle am Tisch benutzen?

Das legt jedes Haus selbst fest. In den veröffentlichten Regeltexten deutscher Spielbanken haben wir dazu keine Regel gefunden. Wer eine Karte mitnehmen will, fragt am besten vorher an der Kasse oder am Tisch.

Gewinne ich mit der Basisstrategie auf Dauer?

Nein. Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil auf das kleinstmögliche Maß, mit den Standard-Tischregeln auf etwa 0,6 Prozent des Einsatzes. Ein Vorteil für den Spieler entsteht mit ihr allein nicht.

Was ist der Unterschied zwischen V und Vs?

Beide heißen: verdoppeln, wenn es erlaubt ist. Bei V ziehst du, wenn Verdoppeln nicht erlaubt ist, etwa nach der dritten Karte. Bei Vs bleibst du in diesem Fall stehen. Das betrifft vor allem die weiche 18.

Warum zeigt die Tabelle bei 16 gegen 10 einen knappen Fall?

Weil Ziehen und Stehen fast gleich viel kosten. Mit 10 und 6 ist Ziehen minimal besser, bei vielen Sechzehnern aus drei kleinen Karten ist Stehen minimal besser. Wer hier falsch liegt, verliert auf lange Sicht nur einen Bruchteil eines Prozents.

Gilt die Tabelle auch nach dem Splitten?

Ja. Nach dem Splitten spielst du jede Hand wie eine neue Hand mit der Summe, die sie hat. Nur Verdoppeln nach dem Split hängt von der Tischregel ab, und gesplittete Asse bekommen in der Regel nur noch eine Karte.

Warum soll ich mit 12 gegen eine 2 ziehen?

Weil eine 2 des Dealers nicht schwach genug ist. Er überkauft sich mit ihr in etwa 35 von 100 Fällen. Wer mit 12 stehen bleibt, gewinnt nur in diesen Fällen, wer zieht, verbessert seine Hand oft genug, um insgesamt weniger zu verlieren.

Was ist die Blackjack Basic Strategy?

Blackjack Basic Strategy ist der englische Name für die Basisstrategie. Gemeint ist dieselbe Blackjack Tabelle: der rechnerisch beste Zug für jede Hand, ohne dass Karten gezählt werden.

Hilft die Tabelle auch beim Karten zählen?

Sie ist die Grundlage. Wer Karten zählt, spielt fast immer nach der Tabelle und weicht nur bei bestimmten Zählständen ab. Mehr dazu auf der Seite zum Karten zählen.

Wie drucke ich die Blackjack Tabelle aus?

Mit dem Knopf „Tabelle drucken“ über der Tabelle. Gedruckt wird die Tabelle für die gerade eingestellten Tischregeln, ohne den Text drumherum, im Querformat auf eine Seite.

Warum stimmt meine alte Tabelle nicht mit dieser überein?

Meist, weil sie für andere Regeln gerechnet wurde, oft für amerikanische Tische mit verdeckter Dealerkarte und Verdoppeln auf jede Hand. Stell diese Regeln oben ein, dann sollten beide Tabellen bis auf knappe Fälle übereinstimmen.

Warum gibt es unterschiedliche Blackjack Tabellen für verschiedene Spielvarianten?

Weil jede Tabelle nur für die Regeln stimmt, für die sie gerechnet ist. Schon Deckzahl, weiche 17, Verdoppeln, Aufgeben und die verdeckte Dealerkarte verschieben einzelne Felder. Varianten wie Spanish 21 oder Free Bet ändern sogar die Karten im Deck oder die Auszahlungen, dafür braucht es eigene Tabellen. Für klassisches Blackjack stellst du oben einfach die Regeln deines Tisches ein.

Welche Hände kommen in der Blackjack Tabelle am häufigsten vor?

Die harten Hände. Von 100 Starthänden sind im Schnitt 71 harte Hände ohne Paar, rund 14,5 Paare, 9 bis 10 weiche Hände und knapp 5 ein Blackjack. Allein die harten Summen von 12 bis 16 liegen in fast 37 von 100 Runden vor dir. Deshalb lohnt es sich, diesen Teil der Tabelle zuerst zu lernen.

Wie viel kostet ein Fehler gegen die Tabelle?

Das hängt stark vom Feld ab. Bei 10 Euro Einsatz und den Standard-Tischregeln kostet es im Schnitt 5,63 Euro, zwei Achten gegen eine 6 nicht zu teilen, und 3,38 Euro, mit 11 gegen eine 6 nur zu ziehen statt zu verdoppeln. Wer mit 16 gegen eine 10 stehen bleibt statt zu ziehen, verliert dagegen nur 5 Cent. Die knappen Felder mit Ecke sind billig, die klaren teuer.

Gibt es eine Blackjack Strategie Tabelle für 17 und 4?

Nein, nicht in dieser Form. 17 und 4 kennt weder Verdoppeln noch Splitten und hat andere Kartenwerte. Die Unterschiede stehen auf der Seite 17 und 4.

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