Regel 2 · Spätes und frühes Aufgeben
2.1Spät. An Tischen, an denen der Dealer bei Ass oder Zehnerkarte zuerst nachsieht, ob er Blackjack hat, darfst du erst danach aufgeben. Hat er Blackjack, ist die Runde vorbei, bevor du etwas sagen kannst, und dein ganzer Einsatz ist weg. Aufgeben rettet dich nur vor den Händen, bei denen der Dealer keinen Blackjack hat.
2.2Früh. Beim frühen Aufgeben entscheidest du, bevor der Dealer nachsieht, und bekommst die Hälfte auch dann zurück, wenn er Blackjack hat. Gegen ein Ass, bei dem der Dealer bei 6 Decks in 30,9 % der Runden Blackjack hat, ist das ein gewaltiger Unterschied.
2.3Ein kurzes Gastspiel. In Atlantic City war frühes Aufgeben eine Zeit lang erlaubt, bis die Aufsichtsbehörde von New Jersey, die Casino Control Commission, es 1981 wieder strich. Warum, zeigt unsere Rechnung für einen deutschen Standardtisch.
2.4Was früh wert wäre. Bei 6 Decks, Dealer steht auf 17, Verdoppeln auf 9 bis 11, Verdoppeln nach dem Split und ohne verdeckte Karte liegt der Hausvorteil ohne Aufgeben bei 0,61 %. Mit spätem Aufgeben sinkt er auf 0,53 %. Mit frühem Aufgeben fiele er auf −0,03 %, der Spieler läge also leicht vorn. Frühes Aufgeben wäre damit rund achtmal so viel wert wie spätes. Dass ein Haus so etwas selten anbietet, überrascht nicht.
2.5Eine andere Strategie. Mit frühem Aufgeben gäbest du am selben Tisch gegen ein Ass jede harte Hand von 12 bis 17 auf, dazu sogar 5, 6 und 7 und mehrere Paare, außerdem 14 bis 16 gegen eine 10 und 16 gegen eine 9. Mit spätem Aufgeben bleibt davon nur ein kleiner Rest, siehe Regel 5.